Der Tag fängt für Valerie (26) mal wieder wunderbar an. Pünktlich machen sich beim morgendlichen Blick in den Spiegel die ersten Anzeichen eines Herpes bemerkbar. Und dann ist da ja auch noch der Job zum schnöden Broterwerb, der erledigt werden muss. Also nichts wie los zu ihrem Bruder Gereon, der ein Sanitätsfachgeschäft betreibt, in dem sie arbeitet. Im Haus gegenüber zieht gerade jemand ein; nicht nur, dass die Möbelpacker einen Höllenlärm verursachen, sie müssen sie auch noch geil anglotzen. Und im Treppenhaus schaut mal wieder Cäsar (27) aus der Tür und will sie heiraten. Valerie kommt zu spät zur Arbeit: Inventur ist angesagt, erklärt ihr Gereon. Aber erst einmal beschreibt Ulla ihrer besten Freundin und Kollegin, wie ihr Traummann aussieht. Just in diesem Moment betritt genau so ein Exemplar das Geschäft: Er will eine Klobrille kaufen. Valerie berät ihn und gerät dabei völlig aus der Fassung. Der Typ, Patrick (30), ist genau nach ihrem Geschmack. Allerdings klingelt sein dämliches Handy und er muss den Laden verlassen, will aber später wiederkommen. Als er tatsächlich wieder auftaucht, hat sich Valerie blöderweise in der Teeküche selber eingeschlossen und verpasst ihren Traummann um Sekunden. Valerie geht enttäuscht nach Hause. Kein Anruf auf dem Anrufbeantworter, der Kühlschrank leer, kein Rotwein mehr da, das Bett leer und auf ihrer Oberlippe blüht der Herpes. Aus der neubezogenen Wohnung gegenüber dringt Klavierspiel. Valerie tritt auf den Balkon und schaut neugierig hinüber: Sie sieht in der Wohnung gegenüber Patrick am Klavier sitzen!