Einst gingen Linas und Tadas gemeinsam zur Schule, dann aber verloren sie sich aus den Augen. Als sie die beiden nach vielen Jahren wieder treffen, haben sie nichts besseres zu tun, als die nächtliche Stadt mit Tadas' Wagen zu erkunden. Auf ihrer ziellosen Fahrt durch das nächtliche Vilnius treffen sie auf eine attraktive Frau, die Linas sofort anzubaggern beginnt. Er ahnt nicht, dass die Schöne die Ehefrau von Tadas ist. Und Laura und Tadas verschweigen ihm diesen Umstand ...

Nach seinem eigenen Drehbuch inszenierte der litauische Regisseur Ignas Miskinis diesen ungewöhnlichen Mix aus Roadmovie und Drama, der zum größten Teil im Inneren eines Autos spielt. Hier wird nicht allzu viel gesprochen, vielmehr versucht Miskinis eine Geheimnis umwitterte Spannung durch den Einsatz von Nähe und Distanz, Offenheit und Verschwiegenheit seiner Protagonisten aufzubauen. Das gelingt ihm allerdings nur ansatzweise, denn zu unwahrscheinlich und überzogen kommt die Geschichte daher. Gelungen sind jedoch die nächtlichen Bilder der Stadt (auch wenn zum Teil in Köln gedreht wurde), die Kameramann Rolandas Leonivicius in langen Kameraeinstellungen einfing.



Foto: 3L/ww.spauke.com Bernd Spauke