Familienepen gibt es viele im Film - meist im Zusammenhang mit der Mafia. Und ähnlich durchstrukturiert mit einem strengen Oberhaupt an der Spitze geht es auch in Lee Tamahoris ("James Bond - Stirb an einem anderen Tag") Drama "Mahana - Eine Maori-Saga" zu, nur ohne die grausamen Verbrechen.

Diese werden aber durch das dunkle Geheimnis ausgeglichen, das Patriarch Tamihana Mahana (Temuera Morrison) vor seiner Sippe sorgsam versteckt. Jedoch kann er es nicht für immer vor den  Menschen verbergen, über die er wacht.

Als sein Enkel Simeon (Akuhata Keefe), der sich für die Gerechtigkeit gegenüber dem Volk der Maori starkmachen will, schließlich aufbegehrt und sich außerdem ausgerechnet in die Tochter einer verfeindeten Familie verliebt, wird das schwelende Chaos entfesselt.

Von alten Zeiten

Neuseeland kennen die meisten aus Peter Jacksons Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe - Die Gefährten". Aber auch ohne actiongeladene Schlachten, fremdartige Wesen und große Helden bietet das Heimatland von Regisseur Lee Tamahori magische Schauwerte.

Der Filmemacher nutzt diese Kulisse dabei ebenfalls - in gewisser Weise -, um in eine andere Welt einzutauchen, die Welt der Maori. Dabei gelingt es ihm, die Waage zwischen den Traditionen dieses Volkes und einer zarten Liebesgeschichte zu halten.

Seine beiden Hauptdarsteller Morrison als störrisches Sippenoberhaupt, das mit harter Hand über die Familie herrscht und Keefe als junger Rebell mit viel Sinn für Gerechtigkeit unterstreichen diese Botschaft mit ihrem herausragenden Spiel.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Mahana - Eine Maori-Saga":