JVA Berlin-Lichtenberg: Hier sitzt Kübra Baytok im Frauengefängnis ein. Die Deutsche kurdischer Abstammung ist die einzige weibliche Intensivstraftäterin Berlins und soll nach vier Jahren und zehn Monaten Haft auf Bewährung entlassen werden. Ebenso wie die Äthiopierin Salema, die einst ihre Eltern im Bürgerkrieg verlor und seit ihrem 17. Lebensjahr immer wieder im Gefängnis saß ...

Drei Jahre lang hat die aus dem sächischen Schlema stammende Journalistin und Filmemacherin Diana Näcke die beiden Frauen für ihr Kinofilmdebüt im Gefängnis und nach ihrer Freilassung mit der Kamera beobachtet. Die so unterschiedlichen Frauen - beide abhängig von Heroin - erzählen aus ihrem Leben, welche Lehren sie daraus ziehen und welche Zukunftspläne sie haben. Zu ihnen gesellt sich als dritter im Bunde Matthias Blüme, der das Wort "Anstalt" nicht mag und seinen Knast am liebsten mal für ein paar Tage zu machen würde. Anfänglich wird er von beiden Frauen vollkommen abgelehnt, doch dann lernen Kübra und Salema wieder Vertrauen zu schöpfen. So entsteht eine ungewöhnliche Beziehung zwischen dem Gefängnisleiter und seinen beiden Insassinnen, die den beiden wieder neuen Lebensmut eingehaucht hat. Ob sie allerdings in der Freiheit zurecht kommen werden, steht auf einem anderen Blatt.



Foto: Salzgeber