Nach dem plötzlichen Tod eines Senators drängt Medienmogul und Strippenzieher Jim Taylor den Gouverneur Hopper, zugunsten seiner dubiosen Geschäfte einen leicht manipulierbaren Ja-Sager zu nominieren. Hopper entscheidet sich für den beliebten Pfadfinderführer Jefferson Smith. Dieser durchschaut den Hauptstadtklüngel relativ schnell und will in einer flammenden Marathonrede die Senatspläne durchkreuzen ...

In den Dreißigerjahren legte Frank Capra eine Serie von sozialkritischen Komödien vor, in denen arme, aber anständige Kleinstädter einen aussichtslos scheinenden Kampf gegen die korrupte Obrigkeit führen und schließlich mit ihrem Optimismus alle Schwierigkeiten überwinden. Man denke nur an Garry Cooper in "Mr. Deeds geht in die Stadt" (1936) oder James Stewart neben Jean Arthur in "Der Lebenskünstler" (1937), für die Capra jeweils mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Mit der gleichen Besetzung drehte Capra zwei Jahre später auch diese brillante Komödie, die erneut den naiven Optimismus der Roosevelt-Ära in der Weltwirtschaftskrise repräsentiert und in der Korruption und Inhumanität nicht gegen das starke Individuum ankommen. "Mr. Smith geht nach Washington" erhielt 1940 elf Oscar-Nominierungen, gewann aber nur die Trophäe für das beste Skript.

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