Noch ist der eiserne Vorhang nicht gefallen und der junge Slowake Martin fristet ein eher klägliches Dasein als Aufpasser im volkseigenen Wasserwerk. Er lebt mit seiner schwangeren Frau im Keller seiner Schwiegereltern und träumt von einer Karriere als großer Jazz-Saxofonist, denn die Musik erlaubt ihm jene Freiheiten, die er sonst nicht kennt. Im Gegenteil: Sein leben wird stattdessen von seltsamen Gesetzen, blöden Regeln und nervigen Restriktionen beherrscht. Sex etwa ist ihm bei Vollmond verboten und nächtliche Ausflüge enden zwangsläufig in Polizeikontrollen. Mit seinem Kumpel Hruskovic gründet er eine Unterhaltungsband. Da es der Staat auch hier den Künstlern schwer macht, müssen erst diverse Stolpersteine beseitigt werden. Noch dazu läuft Martin ständig die liebreizende Anca über den Weg ...

Regisseur Juraj Nvota schildert hier mit viel Sachkenntnis die Schwierigkeiten der Erfüllung eines Künstlertraums im kommunistischen System. Mit einem unscheinbaren, aber stark aufspielenden Lubos Kostelný hat er den passenden Darsteller für seinen Träumer gefunden. Tragische Momente wechseln mit vielen witzigen, wobei Nvota ein unglaubliches Gespür für Situationskomik entwickelt. Das Ganze ist zwar billig inszeniert, birgt aber hohes Unterhaltungspotential.

Foto: box! Film