Besondere Markenzeichen: schrill und widerspenstig. Dafür sind die Ursachen in der Familie zu suchen. Noch ein Kind, wird Catharina "Nina" Hagen aus der FDJ ausgeschlossen. Der Grund: Die Liaison ihrer Mutter, der Schauspielerin Eva-Maria, mit dem unerwünschten und später ausgewiesenen Dichter und Liedermacher Wolf Biermann. Die Hagens stehen unter Beobachtung. Doch das (musikalische) Talent der Tochter zur Offenheit setzt sich ebenfalls durch. 1974 wird Nina zur besten Nachwuchssängerin ausgezeichnet, dreht ihre ersten beiden Filme und wird ein Idol der DDR-Jugend. Die DDR aber will sie loswerden. 1976 siedelt sie in den Westen über, gründet mit den späteren "Spliff"-Musikern die Nina Hagen Band und wird nun auch im Westen bekannt. Von hier aus geht sie schließlich nach Amerika.

Filmemacher Peter Sempel, ein Fan und Freund der Künstlerin, stellt sowohl die bekannte, schrille Diva, als auch die leise, liebevolle Nina vor. Er zeigt sie beruflich und privat, als Sängerin und vielseitig engagierten Menschen, als Pop-Ikone und Mutter, bei Auftritten und zu Hause in Los Angeles oder auf Reisen in Indien. Vor allem aber zusammen mit Familie und Freunden. So kommen neben ihrer Mutter Eva-Maria, ihren Kindern Cosma Shiva und Otis Hagen auch der Schauspieler Udo Kier, die Musiker George Clinton und Anthony Kiedis, der Filmemacher Jonas Mekas und viele andere zu Wort. Nina Hagen gibt weiterhin Konzerte mit ihrer Band, im Oktober 2002 erschien das indisch gefärbte Doppelalbum "Om Namah Shivay", im Dezember 2002 folgte ihre Autobiographie "That's Why the Lady is a Punk".