Seit der islamischen Revolution 1979 ist es Frauen im Iran nicht mehr erlaubt, in der Öffentlichkeit als Solistin zu singen. Einzige Ausnahme: das Publikum ist ausschließlich weiblich.

Sängerinnen, die früher auf der Bühne, oft mit einem Drink in der Hand, von dem Leben, Lust und Liebe sangen - was früher gang und gäbe war, ist heute in dem islamischen Land verboten. Doch die studierte Komponistin und Sängerin Sara Najafi kämpft gegen dieses Verbot an und will ein rein weibliches und interkulturelles Projekt auf die Beine stellen.

Ihr Bruder, der in Deutschland lebende Regisseur Ayat Najafi, hat sie über zwei Jahre lang auf ihrem steinigen Weg begleitet. Entstanden ist ein berührender Dokumentarfilm, der nicht nur durch seine Geschichte, sondern auch und besonders durch die Musik den Zuschauer tief berührt.

David gegen Goliath

Die junge Komponistin Sara Najafi hat sich fest vorgenommen, gegen alle Verbote ein Konzert mit ausschließlich weiblichen Solistinnen in ihrer iranischen Heimatstadt Teheran auf die Beine zu stellen. Dafür laden sie und die beiden Sängerinnen Parvon Namazi und Sayeh Sodeyfi drei Solistinnen aus Paris ein - die aber vorerst nicht einreisen dürfen. Das Gesetz, das besagt, dass Frauen nicht öffentlich auftreten dürfen, steht ihnen im Weg.

Doch Sara kämpft mit allen Mitteln für die Erfüllung ihres Traumes. Immer wieder hat sie Termine im Kultusministerium, die sie von dem interkulturellen Hintergrund ihres Projekts überzeugen will. Und schließlich findet die Musikerin ein Schlupfloch in der Gesetzgebnung.

Sehen Sie hier den Trailer zu "No Land's Song":