Giulia, Tochter der Sonne, regiert über einen glanzvollen Hof in einem mittelalterlich-romantischen Schloss am Ufer des Ozeans. Es erscheint Morag, die den Tod ihres Bruders Shane rächen will, der von der Giulia-Bande getötet wurde. Morags Verbündete Erika ist die Vertraute Giulias geworden. Giulia hat als Liebhaber Jacob, Doppelgänger von Shane, der ihr bei Piratenzügen hilft. Indem sie sich magischer Kräfte bedient, gewinnt Morag das Vertrauen des Hofes um Giulia, stachelt ihren Ehrgeiz an und nährt Rivalitäten. Schließlich gelingt es ihr, den Hof in zwei Clans zu spalten, zwischen denen sie Duelle und Hinterhalte anstiftet, bis sie sich schließlich allein Giulia gegenübersieht, um ihre Rache zu vollenden.

Der Fantasyfilm "Nordwestwind" ist Teil der von Jacques Rivette geplanten, aber nicht vollendeten Tetralogie "Szenen aus dem parallelen Leben". Die Handlung folgt einem blutrünstigen Rächer-Spektakel aus der elisabethanischen Zeit, das von anderen literarischen und filmischen Fiktionen durchkreuzt wird: Hollywoods Piratenfilme werden ebenso zitiert wie Jean Cocteaus Unterweltdramen. Eine Fantasiewelt, in der die Bewegungen der Personen choreografisch kombiniert sind. Das Showdown mündet in einen Maskenball als makabres Tanztheater.