Sie leben seit Jahrhunderten unter uns: Vampire. So etwa auch der Rock-Musiker Adam, der sich in ein altes Haus in einem Industriegebiet von Detroit zurückgezogen hat und nur von Blutkonserven ernährt. Von Menschen hält er sich weitestgehend fern, weil er deren Attitüde, die Welt mehr und zu zerstören, überhaupt nicht leiden kann. In seiner Einsamkeit wird Adam immer depressiver, bis eines Tages seine große Liebe Eve vom weit entfernten Tanger wieder den Weg zu ihm findet. Nahezu munter wird es, als dann auch noch seine punkige Schwägerin Ava auftaucht und die traute Zweisamkeit mächtig durcheinander wirbelt ...

Dass Jim Jarmusch einmal einen Vampirfilm machen würde, haben wohl nicht viele für möglich gehalten. Aber der Regisseur hieße nicht so, wenn er nicht gegen alle Konventionen inszenieren und erzählen würde. So birgt diese Neu-Interpretation des Vampirmythos' viel Potential (etwa John Hurt als Christopher Marlowe, der nochmals zu verstehen gibt, dass er der eigentlich wahre Shakespeare ist), dieses aber nie nutzt und von Beginn an nur in seiner Trägheit langweilt. So plätschert das Ganze in finsteren und leider nichtssagenden Bildern vor sich hin, ohne in einer wirklich dramatischen Katharsis zu kulminieren. Kurz: das Ding ist einfach nur öde!



Foto: Pandora/GORDON Photography