Durch einen Klatschfotografen verliert Franck seinen Job - und gerät selbst in die Welt der Paparazzi. Klatschfotograf Michel Verdier ist einer der besten, aber auch skrupellosesten Paparazzi - immer im Einsatz, immer auf der Jagd und mit allen Wassern gewaschen. Eines seiner Fotos wird dem gutmütigen Nachtwächter Franck zum Verhängnis. Während eines Football-Spiels saß Franck nämlich hinter einem bekannten TV-Star, mit dem Michel ihn gemeinsam abgelichtet hat. Und als das Bild im "DQ Magazine" erscheint, ist Franck prompt seinen Job los: Zur Zeit des Spiels hätter er nämlich auf seinem Posten sein sollen. Von Rachedurst getrieben, begibt Franck sich auf die Suche nach Michel Verdier. Schon im Büro des Magazins, wo er Schadenersatz einfordern will, bekommt er einen deutlichen Einblick in die schillernde Welt gestohlener Fotos, verkaufter Geheimnisse und öffentlicher Liebesaffären. Ohne es zu ahnen, gerät Franck ausgerechnet an Michel - der ihn vom Fleck weg als Gehilfen anheuert. Franck hat Blut geleckt. Abenteuer, schnelles Geld und schöne Frauen locken, und der Profi bringt dem harmlosen Wachmann alles bei, was einen waschechten Paparazzo ausmacht. Nachdem er gemeinsam mit Michel einige heikle Situationen überstanden hat, gibt es für Franck kein Halten mehr. Aber als er Michels Freundin fotografiert, proviziert er damit ihren Selbstmordversuch.

Zwei glänzend aufgelegte Hauptdarsteller, viele französische Stars in Gastauftritten und ein rundum gelungenes Drehbuch machen diese französische Komödie um das Zusammentreffen zweier Männer aus völlig unterschiedlichen Welten zu einem Vergnügen und geben einen tiefen Einblick in die Welt der Paparazzi. Patrick Timsit und Vincent Lindon haben bereits in Coline Serreaus Komödie "Die Krise" (1992) gemeinsam vor der Kamera gestanden und für "Paparazzi - Fotos um jeden Preis" am Drehbuch mitgewirkt, und auch hier beweisen sie, nicht nur auf der rücksichtslosen Jagd nach Fotos, dass sie ein unschlagbares Duo sind. Patrick Timsit, bekannt aus "Little Indian - Der Großstadtindianer" (1994) und "Auch Männer mögen's heiß" (1995) mit Fanny Ardant, wurde 1997 und 1998 jeweils für den César als bester französischer Darsteller nominiert: für "Pédale Douce" und "Le Cousin". Vincent Lindon ("Der Panther", "Die schönste Geschichte der Welt") war an der Seite von Isabelle Huppert in "Schule des Begehrens zu sehen". Mit dem selben Regisseur, Benoît Jacquot, und ebenfalls mit Isabelle Huppert drehte er anschließend "Pas de Scandale", der 1999 in Venedig lief. Außerdem stand er 1999 mit Catherine Deneuve für "Belle Maman" vor der Kamera.