Als Neunjährige erlebt die Iranerin Marjane den Sturz des Schahs und vor allem die Machtübernahme religiöser Fundamentalisten hautnah mit. Denn sie hat unter den Repressionen der Islamischen Revolution massiv zu leiden. Aus Angst um das Leben der Tochter schicken Marjanes Eltern die inzwischen 14-Jährige auf eine Schule in Österreich. Doch in der Fremde bleibt sie stets die Außenseiterin. So kehrt sie im Alter von 24 Jahren in ihre Heimat zurück, heiratet und gründet eine Familie. Doch schließlich muss sie erkennen, dass es sich in ihrem geliebten Land nicht leben lässt und flieht erneut.

Als Vorlage diente der gleichnamige Underground-Comic, der die deutlich autobiografische Geschichte von Marjane Satrapi erzählt. Das Regieduo Satrapi und Vincent Paronnaud hielt bei diesem Zeichentrickfilm den schlichten Stil der Vorlage bei, der für Pixar-verwöhnte Augen zunächst recht gewöhnungsbedürftig ist. Doch innerhalb seiner Schlichtheit ließen sich die Filmemacher viele interessante Details einfallen, die die faszinierende wie ergreifende Geschichte bestens konterkarieren. Selten hat ein augenscheinlich naiver Film politische Ereignisse so packend eingefangen.

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