Er gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der österreichischen Hauptstadt Wien: der Prater. Von der einstigen Aulandschaft an der Donau zum heutigen Erholungs- und Unterhaltungsgebiet war es ein weiter Weg, der für manchen mit nostalgischen Erinnerungen gepflastert ist. Bereits 1403 wurde der "Pratter" urkundlich erwähnt. 1766 schenkte dann Kaiser Joseph II. seinen Wienerinnen und Wienern das Areal als Erholungsgebiet. Heute überragt das bereits 1897 erbaute 64,75 Meter große Riesenrad den Park, weitere Attraktionen sind das "Schweizerhaus," die vorwärts und rückwärts fahrende Loopingbahn "Boomerang" oder aber der "Spaceshot", der Besucher mit 95 Stundenkilometern in die Luft katapultiert, von wo sie in freiem Fall zurückkehren...

Die aus Konstanz stammende Dokumentarfilmerin, Fotografin und Malerin Ulrike Ottinger ("Zwölf Stühle", "Südostpassage") drehte diese Hommage an den ältesten Vergnügungspark der Welt. Angereichert mit fiktionalen Elementen wie Texte von Elfriede Jelinek, Josef von Sternberg, Erich Kästner oder Elias Canetti, zeigt Ottinger diesen unvergleichlichen Ort, lässt Besucher kommentieren, Schausteller berichten und zeigt anhand historischer Dokumente die Geschichte des Parks. Handwerklich ist diese Collage durchaus gut gemacht, doch wer geht dafür ins Kino? Im Fernsehen sicher sehenswert, wäre eine Reise nach Wien wohl noch besser, um sich vor Ort selbst ein Bild über einen der renommiertesten Freizeitparks Europas zu machen!

Foto: Salzgeber