Als der schwedische Textilunternehmer Sven Persson in Estland mit einer weiteren Fabrik expandiert, engagiert er den Ex-Stasi-Agenten Nikolaus Lehmann zum Schutz gegen die russische Mafia. Was er nicht ahnt: Er hat den Wolf im Schafspelz engagiert, denn Lehmann erweist sich als Kopf einer brutalen Gangsterbande und fordert nach kurzer Zeit eine Teilhaberschaft an der Firma. Nachdem Sven sich weigert, taucht Lehmann in Schweden auf, um ihn gewaltsam zu einem "Handel" zu zwingen. Aus Verzweiflung wendet Sven sich an seinen alten Kumpel, den ehemaligen Polizisten Johan Falk. Der hat wegen ständiger Reibereien mit seinen Vorgesetzten gerade den Job quittiert und verspricht ihm zu helfen. Mit Hilfe einer privaten Sicherheitsfirma und einigen Bodyguards soll das Leben von Sven und einer Familie geschützt werden. Doch schon bald eskaliert die Situation, ein Ringen um Leben und Tod beginnt ...

Nach "Zeugen in Angst" (1999) ist "Executive Protection - die Bombe tickt" (so der deutsche Originaltitel) der zweite Film um den schwedischen Ermittler Johan Falk alias Jakob Eklund. Auch diesen explosiven Thriller inszenierte wieder Regisseur Anders Nilsson, der zwei Jahre später mit "Die dritte Gewalt" auch den dritten Fall in Szene setzte. Einmal mehr zeigt sich hier, dass Thriller aus dem hohen Norden mittlerweile zu den besten in der Welt zählen. Hochspannend, gewürzt mit psychologischen Schachzügen und wilden Schießereien, kommt hier jeder Kenner des Genres voll auf seine Kosten. Noch dazu sind alle schauspielerischen Leistungen äußerst glaubwürdig, und die Drehbücher berücksichtigen immer wieder aktuelle wirtschaftliche wie gesellschaftliche Zustände. Wie gefährlich etwa die Auslagerung staatlicher Kompetenzen und wie trügerisch diese gekaufte Sicherheit sein kann, macht Nilsson hier zum Thema und stellenweise mit sehr harten Bildern deutlich. Unbedingt ansehen!

Foto ZDF/Ake Ottosson