2003 wurde im Gazastreifen die 22-jährige US-Aktivistin Rachel Corrie bei dem Versuch getötet, die Zerstörung von Häusern palästinensischer Familien. Ein Bulldozer der israelischen Armee erfasste sie. Die Untersuchung des Militärs ergab, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat. Doch auch Jahre nach Rachels Tod verstummen die Stimmen nicht, dass es sich keineswegs um einen Unfall gehandelt habe ...

Die aus Marokko stammende und in Israel aufgewachsene Filmemacherin Simone Bitton ("Mauer - Mur") nimmt in ihrem Dokumentarfilm den Tod von Rachel Corrie noch einmal genau unter die Lupe. In Gesprächen mit Aktivisten, Vertretern des Militärs, Ärzten, palästinensischen Anwohnern, Rachels Eltern und Lehrern versucht sie zu klären, ob Rachel möglicherweise doch vorsätzlich überrollt wurde und ihr Tod dabei billigend in Kauf genommen wurde. Dafür bemüht Bitton auch Fernsehbeiträge, Fotos der Aktion und ein Armee-Video, um den Sachverhalt zu klären. Allerdings steuert Bitton keine Erkenntnisse bei, die ein neues Licht auf den Tod von Corrie werfen könnten. So ist dies lediglich eine Sammlung schon bekannter Fakten und ein Zeitbild über die Situation in der umkämpften Region.



Foto: Arsenal Institut