Als Privatdetektiv Mike Hammer nachts eine hübsche Unbekannte in seinem Auto mitnimmt, wird er von der Straße gedrängt. Sein Fahrgast überlebt den Anschlag nicht. Mike Hammer ist allerdings nicht der Typ, mit dem man solche Spielchen ungestraft durchziehen kann. Auch das FBI, das ihm dringend abrät, in der Sache herumzuschnüffeln, bringt ihn nicht von seinem Vorhaben ab: Er will die Mörder finden und mistet dabei mit seinen uneigensten Mitteln ein ganzes "Rattennest" aus.

Der amerikanische Krimiautor Mickey Spillane ist Zeuge Jehovas und stolzer Besitzer einer Waffensammlung. Seine ruppigen Romane um den Macho-Detektiv Mike Hammer zählen zu den meistgelesenen des Genres. Die besten davon sind geradlinig, hart und gar nicht so schlecht geschrieben, wie oft behauptet wird. Einige Bücher hat Spillane auch in rasantem Tempo heruntergetippt, um die Miete bezahlen zu können. Einmal spielte er seinen Helden Hammer sogar selbst, 1964 in "Die Mädchenjäger". Der düstere Krimi "Rattennest" von Robert Aldrich hält sich nicht sehr eng an die Vorlage, trifft den Ton von Spillane aber sehr gut. Für sein Entstehungsjahr ist der Film sehr gewalttätig, und bis heute sind die Schnitte in der deutschen Fassung schmerzlich zu spüren.

Foto: ARD/Degeto