Psychische Störungen sind weit verbreitet, bis zu acht Millionen Deutsche sollen betroffen sein. Doch nicht nur in Deutschland steigt die Zahl der Störungen und Erkrankungen, auch weltweit sind sie auf dem Vormarsch - wie in der Schweiz. Da ist etwa der Lehrer René Steinmann, der lange an einer schweren Depression litt, die er schließlich vor allem mit Hilfe der Familie seines Bruders überwand. Heute kann er wieder voll arbeiten und betont, wie wichtig es ist, bewusst die eigenen Grenzen zu erspüren und zu respektieren. Oder aber Bea Gribi, allein erziehende Mutter zweier Kinder, deren Angsterkrankung erst nach einigen Fehldiagnosen erkannt wurde. Sie fand schließlich durch die Hilfe einer Freundin mit einer ähnlichen Erkrankung den Weg zurück ins Leben.

Wie wird man nach einer psychischen Erkrankung wieder gesund? Welche verschiedenen Wege führen zurück ins Leben? Und wie lebt man mit dem Wissen um die eigene psychische Verletzlichkeit? In Dieter Gränichers Dokumentarfilm "Recovery" - was im medizinischen Zusammenhang Wiedergesundung bedeutet - erzählen vier betroffene Frauen und Männer ihre ganz persönliche Geschichte. Jeder von ihnen hat schon eine schwere psychische Krankheit erlebt und war eine Zeitlang in psychiatrischer Behandlung. Trotz unterschiedlichster Diagnosen eint sie eine zentrale Erfahrung: Sie alle haben die Hoffnung nicht aufgegeben und sind wieder gesundet, obwohl der Weg, den sie zurücklegen mussten, nicht einfach war.

Foto: B.Film