1794 treibt die Französische Revolution ihrem blutigen Höhepunkt entgegen. Bürger Robespierre lässt unzählige Köpfe auch aus eigenen Reihen rollen. So gerät der Freigeist und Atheist Marquis de Sade in den Verdacht, der revolutionären Sache feindlich gegenüber zu stehen. Er soll ebenfalls seinen Kopf verlieren. Seiner bürgerlichen Geliebten Marie-Constance gelingt es aber immer wieder, de Sade vor der Guillotine zu bewahren. So kommt der Marquis in ein Gefängnis-Sanatorium. Dort will er nicht nur eine Theateraufführung inszenieren, er schreibt wie besessen und will der jungen und unerfahrenen Emilie die körperliche Liebe lehren ...

Benoit Jacquot ("Schule des Begehrens") hat sich den Roman "La terreur dans le boudoir" von Serge Bramly vorgenommen und munter historische Fakten und fiktive Abläufe rund um den berühmt-berüchtigten Schriftsteller vermischt. Das Ganze ist gekonnt umgesetzt, Daniel Auteuil als Zyniker glänzend besetzt, doch irgendwie plätschert der Film über weite Strecken vor sich hin. Da hätte man weitaus mehr daraus machen können.

Foto: ZDF/Catherine Chabrol