Die antolische Einöde irgendwann in den Sechzigerjahren: Die beiden Heranwachsenden Recep und Mehmet wohnen in dem kleinen Dorf Tepecek, der Sommer ist lang und die beiden Freunde träumen von einer anderen Welt, fernab der Heimat. Besonders angetan sind die beiden vom Kino, das ihnen immer wieder neue Perspektiven in die Ferne erlaubt. Ihr Taschengeld bessern sie sich mit den ungeliebten Jobs als Melonenverkäufer und Friseurlehrling auf. In ihrem Wunsch, einmal ein großer Regisseur zu sein, bauen sie sich mit einfachsten Mitteln eine Filmkamera zusammen, die immer zu schnell läuft. Doch eines Tages bringt der Zuzug einer Witwe mit ihren beiden Töchtern das geordnete Leben der beiden Filmfreaks gehörig durcheinander...

Autor und Regisseur Ahmet Uluçay drehte dieses einfühlsam inszenierte und vielfach prämierte Drama mit komischen Momenten nach seinen eigenen Kindheitserinnerungen. Ahnlich wie in "Cinema Paradiso" zeigt Uluçay die besondere Magie des Kinos, aber auch die Unschuld der Liebe und die Verwicklungen des Erwachsenwerdens. Uluçay drehte in seinem Heimatdorf und nur mit Dorfbewohner. Klasse auch die herrlichen Landschaftsaufnahmen!



Foto: Mîtosfilm