Die alleinerziehende Mutter Anna wird mit ihrem 10-Jährigen Sohn aus ihrer Wohnung geworfen wird, weil sie die Miete nicht mehr aufbringen kann. Der Wohnungsmakler Ruven, der dies veranlasst hatte, sieht sich mit ganz anderen Problemen konfrontiert: Obwohl er nicht Vater werden will, ist seine Frau Michal, eine Radioredakteurin, gegen seinen Willen schwanger geworden. Noch dazu hat er einen Blindenhund überfahren und kümmert sich nun um den Blinden. Und Kagan ist ein introvertierter Rundfunktechniker um die 30, der nebenberuflich eine Radiosendung über seinen verstorbenen Vater, einen der Gründer der israelischen Punkmusik-Szene, produziert. Jede dieser Figuren erreicht den Nullpunkt ihres Lebens, von dem aus sie sich erneut auf die Suche nach Sinn und Erlösung machen. Manche sind erfolgreich, andere nicht...

Der 1965 in Georgien geborene und 1972 nach Israel immigrierte Regisseur Joseph Pitchhadze drehte mit diesem Drama eine einfühlsame und zugleich süffisante Momentaufnahme der israelischen Gesellschaft zu Anfang des neuen Jahrtausends. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krise und einer immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich erzählt er drei unterschiedliche Alltagsgeschichten aus der quirligen Metropole Tel Aviv, hinter deren Glamour sich ständig Glück und Leid die Waage halten. Sämtliche Hauptrollen sind mit Topstars des israelischen Kinos, Fernsehens und Theaters besetzt. Klasse!

Foto: mec-film