Die 48-jährige Bildhauerin Franziska lebt auf Rügen. Gemeinsam mit Rieke, der Tochter ihrer Lübecker Freundin, die sich aus einer unglücklichen Liebe und einem unbefriedigenden Studium in Franziskas Einsamkeit geflüchtet hat, freut sie sich über den Besuch ihres Sohnes Philipp, der in Bonn studiert. Überraschend bringt dieser seinen Studienfreund Matthias mit. Franziska ist von dem jungen Mann fasziniert und wird durch ihn inspiriert, endlich ihr angefangenes Kunstwerk zu Ende zu bringen. Während der nächsten Tage entsteht zwischen den beiden eine zaghafte, dann aber heftige Verliebtheit. Doch Franziska ist unentschlossen. Sie will diese Beziehung mit allen Mitteln vor Philipp geheim halten. Matthias ist tief verletzt, glaubt, dass sie ihn und seine Gefühle nicht ernst nimmt, dass für sie alles nur ein Spiel ist ...

Nicht mehr so ganz junge Frau verliebt sich in einen Jahrzehnte jüngeren Mann. Was in den Fünfzigerjahren vielleicht noch zum Skandal geworden wäre, lässt heute allerdings nur noch kalt. Noch dazu ist Iris Gusners Liebesdrama - ihr bislang letzter Film - dermaßen durchschaubar und schnulzig inszeniert (nebst Happy End), dass der Zuschauer sich schon bald fragt, was das eigentlich alles soll. Als junge Rieke ist übrigens Amina Gusner ("Polizeiruf 110 - Keiner schreit!"), die Tochter der Regisseurin, zu sehen. Deshalb: Einzig die Besetzung (der junge Gedeon Burkhard als Lover und die immer schön anzusehende Iris Berben) retten dieses Werk vor einem klaren "abzuraten".

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