Der skrupellose texanische Grundstückspekulant James Cosmo will mit der Luxussanierung alter Hafenviertel im nordenglischen Newcastle das große Geld machen. Dabei bekommt er Schwierigkeiten mit dem Jazzclub-Besitzer Finney, der sich gegen die Mafia-Methoden durchaus zu behaupten weiß. Als ein junges Liebespaar in die Auseinandersetzungen hineingezogen wird, eskalieren die Ereignisse dramatisch ...



Der erste lange Kinofilm von Mike Figgis, der wie Rockstar Sting in Newcastle aufwuchs. Nicht nur durch seinen Titel (dieser stammt aus einem berühmten Blues-Song von T-Bone Walker) ist "Stormy Monday" als Film eines Jazzfans zu erkennen; auch der Rhythmus des Films orientiert sich am modernen Jazz und verbindet äußerst effektvoll Elemente des New British Cinema mit spannendem Genre-Kino nach dem Vorbild Hollywoods. Ein Thriller, in dem sich der Kleinere (der Jazzclub-Besitzer) als der Raffiniertere herausstellt und gewinnt. Doch der Witz des Films besteht in der Abfolge der Bilder: Während eines Kameraschwenks wird zunächst ein tanzender Indianer, dann eine Gruppe von Punks gezeigt; oder die Cheerleader Girls, die um eine überdimensionale Cola-Flasche herumtanzen. Klasse: die jazzige Musik (so wird die US-Nationalhymne von einer polnischen (!) Free-Jazz-Kapelle zersägt). Inklusive eines wunderbaren Bass-Solos bringt Sting (hauptsächlich nacht-aktiv) eine überzeugende schauspielerische Leistung.

Foto: Warner