Und schon wieder ein Debütfilm aus Deutschlands wildem Osten: Ein Plattenbau-Siedlung im Außenbezirk von Berlin: Da Sabine neu in die Klasse kam, wird sie zunächst deftig geärgert. Auch in Eddies Freundeskreis fühlt sie sich nicht recht wohl. Der arbeitslose Micha legt sich ständig mit der Polizei an. Als dann auch noch eine Prügelei tödlich endet, hat Sabine Micha in Verdacht, zumal sie John mit dem Messer in der Hand weglaufen sah. Per Telefon wird Sabine bedroht und zum Schweigen gezwungen. Fortan greifen üble Verdächtigungen, tiefes Misstrauen und herbe Enttäuschungen um sich ...

Für den einen ein "bemerkenswerter Debütfilm", für den anderen purer Dilettantismus: stilisierte Bilder in nerviger Video-Ästhetik und tausend mal erzählte Sozial-Problematik vom Tod eines Schülers. Wer soll sich das ersthaft anschauen? Auch wenn das Ganze halbwegs realistisch rüberkommt. Die Regisseurin bekam im Januar 2001 den Bayerischen Filmpreis als Nachwuchsregisseurin.

Foto: Kinowelt