Tracks - Craft BD / AZF / Karen Palmer / Christopher Bauder

Info • Fr., 27.11. • 30 Min.
(1): Craft BDDiese ComickünstlerInnen haben genug von Mickey Mouse und beschreiten neue Wege, indem sie mit Genres und Materialien experimentieren. Die Comics der Lütticher Künstlerin Aurélie Levaux sind handgenäht: Ob bestickt oder bemalt – ihr Lieblingsmedium ist ausgelegene Bettwäsche. Die Französin Mathilde Payen zeichnet ihre Geschichten auf Milchtüten. 2013, als sie noch Grafik und Illustration in Angoulême studierte, sagte sie sich von den in ihren Augen elitären traditionellen Techniken los und gründete den Verlag Tetra, benannt nach der berühmten Verpackungsmarke.(2) : AZFMit 16 Jahren entfloh Audrey dem tristen Pariser Vorstadtleben, um zuerst Türsteherin in einem Club und dann Organisatorin von Partys in der französischen Hauptstadt zu werden. 2012 gründete sie – nunmehr als DJ AZF – das Kollektiv „Qui Embrouille Qui“, um wieder Remmidemmi in die bürgerlich und langweilig gewordenen Clubs zu bringen. Anlässlich der Border City in Aubervilliers traf Tracks die Krawallmacherin der französischen Technoszene für ein in Corona-Zeiten seltenes Konzert.(3) : Karen PalmerSeit 15 Jahren beschäftigt sich die vielfach ausgezeichnete Londoner Regisseurin damit, Geschichten mit Hilfe neuer Technologien zu erzählen. Als selbsternannte „Erzählerin der Zukunft“ kreiert sie Projekte an der Schnittstelle zwischen künstlicher Intelligenz, Neurowissenschaften und der Philosophie der Selbstüberwindung. Mit „Syncself 2“ hat sie ein immersives Videogame entworfen, in dem man in die Rolle eines Freerunners schlüpft und Bewegungen durch einen Helm ausführt, der neuronale Signale auswertet. In ihrer Installation „Perception iO“, die letztes Jahr beim berühmten Linzer Festival Ars Electronica vorgestellt wurde, wird der Betrachter zu einem Polizisten, der eine Personenkontrolle durchführen muss.(4) : Christopher Bauder Die immersiven Skulpturen des deutschen Künstlers haben eine Gemeinsamkeit: Sie bestehen allesamt aus Licht. Seit 2006 versetzt Bauder, der als Kind mit Terpentin zündelte, mit einer von ihm erfundenen Software Licht in Bewegung. Seine Light Art entwickelte sich weiter, und heute macht Bauder mit computergesteuerten Lichtbällen und unterschiedlich getönten Spiegeln Licht und Digitaltechnik zum Anfassen.