Schwester Agnes ist eine engagierte Krankenschwester mit echt Berliner Schnauze. Ständig ist sie mit ihrem Mofa unterwegs, um die Bewohner Krumbachs und der anliegenden Gemeinden zu betreuen. Sie hilft in allen Lebenslagen und macht sich damit nicht nur Freunde. Gerade hat sie sich mit dem neuen Bürgermeister überworfen, weil sie sein neues Sportprogramm übertrieben findet. Als sie der schwangeren Kati und ihrem Freund Frank eigenmächtig eine Wohnung verspricht, ist das Maß voll. Bürgermeister Patschek möchte die Wohnung lieber einem Maurermeister geben, damit dieser neuen Wohnraum in der Gemeinde schafft. Es kommt zu einer ernsthaften Auseinandersetzung, in der Patschek Agnes schwer beleidigt. Das ist zu viel für Agnes und so schließt sie sich in ihr Haus ein und legt sich krank ins Bett. Die Gemeinde steht Kopf und Bürgermeister Patschek plagt ein schlechtes Gewissen.
Die Gemeindeschwester "Schwester Agnes" ist Agnes Kraus‘ erste große Hauptrolle und macht sie 1975 zum Fernsehliebling der DDR. Mit weißer Haube und Schwalbe verkörpert sie in ihrer Paraderolle die resolute, aber warmherzige Landkrankenschwester, die sich nicht nur in medizinischen Belangen fürsorglich um die Gemeinde kümmert. Als Gemeinderätin sorgt sie sich auch um die Alltagsprobleme der Dorfbewohner und scheut dabei keine Auseinandersetzung.
Hergestellt vom DEFA-Studio für Spielfilme avancierte "Schwester Agnes" schnell zum Kultfilm und gilt bis heute als einer der beliebtesten Filme des Fernsehens der DDR.
Mitwirkende
Musik: Rudi Werion
Kamera: Peter Brand
Buch: Herman Rodigast, Otto Holub
Regie: Otto Holub
Darsteller
Schwester Agnes: Agnes Kraus
Bürgermeister Patschek: Jochen Thomas
Frau Patschek: Micaela Kreißler
Parteisekretär: Walter Richter-Reinick
Witwe Zierlich: Marga Legal
Brigadier Willi: Fred Delmare
Katja: Ihris Bohnan
Frank: Gunter Sonneson