Kinoflop

Millionenverlust: Tom Cruises "Digger" droht als größter Kinoflop

06.10.2026, 10.44 Uhr
Der neue Film "Digger" mit Tom Cruise wird trotz hochkarätiger Besetzung und einem Budget von über 160 Millionen US-Dollar zu einem potenziellen Kinoflop. Am Premierenwochenende brachte er in den USA lediglich acht Millionen Dollar ein.
Digger Tom Cruise
In "Digger" spielt Tom Cruise einen Öl-Milliardär, der die Welt retten will.  Fotoquelle: Warner Bros.

Es ist an sich nichts Besonderes, wenn eine große Hollywood-Produktion hinter ihren Erwartungen zurückbleibt und zum Verlustgeschäft wird. Selbst beliebte Franchises wie das M.C.U. oder Star Wars sind von derartigen Enttäuschungen nicht verschont geblieben. Eine besonders schmerzhafte Bauchlandung hat nun die schwarze Komödie "Digger" hingelegt: An ihrem Premierenwochenende in den USA spielte die Produktion gerade einmal acht Millionen US-Dollar ein. Gekostet hat sie mehr als das 20-Fache: Die Produktionskosten belaufen sich auf 160 bis 180 Millionen US-Dollar.

Sollte sich das Einspielergebnis in den kommenden Wochen und Monaten nicht enorm verbessern, droht "Digger" sogar als einer der größten Flops aller Zeiten in die Kinogeschichte einzugehen. Dabei sollte es dem Film zumindest auf dem Papier nicht an Zugkraft mangeln: Die Hauptrolle spielt mit Tom Cruise einer der erfolgreichsten Hollywoodstars der letzten Jahrzehnte. Auf dem Regiestuhl saß der als Meisterregisseur gehandelte Alejandro González Iñárritu, der bereits oscarprämierte Filme wie "Birdman" (2014) und "The Revenant" (2015) inszeniert hat.

Millionenverlust nach Übernahme durch Paramount

Laut dem Branchenmagazin "Variety" spekulierte das produzierende Studio Warner Bros darauf, dass diese Regisseur-Star-Mischung alleine ausreichen sollte, um gleich beim Kinostart 18 bis 20 Millionen Dollar einzuspielen. Cruise spielt in der Satire einen Öl-Tycoon, der eine Naturkatastrophe auslöst und sich in der Folge als wohltätiger Retter zu inszenieren versucht.

Zwar hatten es Produktionen außerhalb bereits etablierter Franchises in der Zeit seit Iñárritus "Birdman"-Triumph vor mehr als zehn Jahren in den Kinocharts immer schwerer, zumal die schwarze Komödie ein ungewöhnliches Genre ist, dem in der Regel keine kommerziellen Höhenflüge vorhergesagt werden.

Doch ist 2026 auch das Jahr, dessen Kinosommer vom Überraschungserfolg zweier Horrorfilme ("Backrooms" und "Obsession") geprägt war – was zeigt, dass es auch anders geht. Zum Vergleich: "Backrooms" kostete gerade einmal zehn Millionen Dollar – und spielte gleich an seinem US-Premierenwochenende mehr als 81 Millionen Dollar ein.

Das Timing des drohenden Megaflops könnte kaum schlechter sein: Soeben ist die Übernahme von Warner Bros. durch Paramount vollzogen worden. Ursprünglich hatte Netflix den Zuschlag bekommen, zog im Nachbieten dann aber doch den Kürzeren. Die Erleichterung bei dem Streaminganbieter wird nun groß sein: Paramount sieht sich nun mit einem Millionenverlust konfrontiert – ausgelöst ausgerechnet durch den teuren Neuzugang.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das könnte dich auch interessieren