Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" kehrt auf ZDFneo zurück
Über 35 Jahre nach seiner internationalen Kinopremiere hat der Horrorschocker, der auf einem der besten Bücher von Stephen King beruht, kaum etwas von seiner Intensität verloren: Der Bestseller-Autor schrieb sich mit "Friedhof der Kuscheltiere" die Erfahrung, beinah selbst einen Sohn verloren zu haben, von der dunklen Seele. ZDFneo zeigt den Horror-Klassiker am Mittwoch, 15. Juli, um 23.25 Uhr in einer Wiederholung.
Kaum ein anderer Ort wird so gern als Gruselkulisse für Horrorfilme bemüht wie der Friedhof. Der Stätte der ewigen Ruhe haftet etwas Endgültiges, Unwiederbringliches an. Doch manchmal kommen jene, die da sanft unter der Erde schlummern, wieder. Zumindest in den nervenzerfetzenden Schmökern des Gruselmeisters Stephen King. Sein "Friedhof der Kuscheltiere" fungiert als Durchgangsstation, als grausige Wiederaufbereitungsanlage, die aus einem friedfertigen Leichnam ein unberechenbares Monster macht. Die Regisseurin Mary Lambert verfilmte 1989 den 450 Seiten dicken Bestseller, dessen schauerliche Story aber etwas zu sehr Schockeffekten geopfert wurde.
Blutige Bilder statt sanfter Spannung
Glücklich über den gelungen Kauf bezieht die Familie Creed ein idyllisches Landhaus im Bundesstaat Maine. Hier können sich Ellie (Blaze Berdahl) und Gage (Miko Hughes), die Kinder von Louis (Dale Midkiff) und Rachel (Denise Crosby), so richtig austoben. Der alte Nachbar Jud Crandall (Fred Gwynne) ist den Neuankömmlingen ein guter und väterlicher Freund, der das Umland wie seine Westentasche kennt.
Als die Katze von Ellie überfahren wird, nimmt das Grauen seinen Lauf. Da die Kleine den Tod ihres Kuscheltiers nur schwer verwinden könnte, empfiehlt der alte Crandall, die Überreste der Mieze auf dem nahegelegenen Indianerfriedhof zu begraben. Nach einer Nacht- und Nebelaktion steht das samtpfötige Haustier mit glasigen Augen wieder vor der Tür – irgendwie aggressiv und gar nicht mehr so kuschelig. Monate vergehen, da wird Creeds Sohn Gage von einem Lastwagen erfasst und zu Tode geschleudert. Allen Warnungen zum Trotz entschließt sich der trauernde Vater zu einem gewagten Schritt.
Was so vielversprechend beginnt, sich anfangs langsam wie eine wohlige Gänsehaut auf dem Rücken ausbreitet, endet in einem etwas unglaubwürdigen Horrorspektakel. Mary Lambert – selbst ein treuer King-Fan – zieht sämtliche genre-übliche Register und begräbt damit die sanfte Spannung unter blutigen Bildern.
Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH