Freundschaft

Andy Borg steht Stefan Mross zum "Immer wieder sonntags"-Abschied bei

12.08.2026, 11.02 Uhr
Andy Borg will Stefan Mross beim Abschied von "Immer wieder sonntags" unterstützen. Für den Sänger ist das Ende der ARD-Show auch ein persönlicher Abschied.
Showmaster Andy Borg lacht auf der Bühne gemeinsam mit seinem Gast Stefan Mross, welcher ein Peace-Zeichen macht.
Zwei, die sich nicht nur beruflich gut verstehen: Stefan Mross (l) und Andy Borg (r) auf der Open-Air-Bühne im Europa-Park in Rust.  Fotoquelle: picture alliance / SchwabenPress | Guenter Hofer

Für Stefan Mross (50) wird sich im September ein wichtiges Kapitel seiner Fernsehkarriere schließen. Nach stolzen 31 Jahren und 378 Folgen verabschiedet sich "Immer wieder sonntags" aus dem ARD-Programm. Andy Borg (65) weiß aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft ein solcher Abschied sein kann. Der Sänger und Moderator musste sich selbst einst vom "Musikantenstadl" trennen und kennt daher die emotionale Betroffenheit, die mit dem Absetzen eines langjährigen TV-Formates einhergeht.

Borg möchte seinen Freund und Kollegen Mross bei dessen Abschied nicht alleine lassen. Er hat angeboten, ihm während der letzten Ausgabe beizustehen. "Wenn er möchte, bin ich bei seiner letzten Sendung am 13. September dabei", erklärte er gegenüber dem Magazin "Tele". Für Borg geht es bei seinem Angebot nicht ausschließlich um seinen Kollegen, sondern um Wertschätzung für ein ganzes Team, das über viele Jahre hinweg miteinander gearbeitet hat.

Seine Wortwahl macht deutlich, weshalb ihn das Ende der Sendung selbst betrifft: "Das ist wie eine Familie, die auseinanderbricht!" Für Borg ist "Immer wieder sonntags" nicht bloß eine Fernsehsendung unter vielen. Es handelt sich vielmehr um ein Format, dem er sich durch sein eigenes musikalisches Umfeld eng verbunden fühlt.

Stefan Mross reagierte mit Tränen auf das Aus von "Immer wieder sonntags"

Wie hart die Nachricht vom Ende Stefan Mross getroffen hat, schilderte der Moderator kürzlich selbst. Er erfuhr erst wenige Stunden vor der öffentlichen Bekanntgabe vom Absetzen der Sendung. Die Nachricht kam für ihn völlig überraschend. In einem Gespräch mit "Bild" sagte er, er habe zunächst "unter Schock" gestanden.

Seine Reaktion basierte nicht alleine auf dem Verlust seines Arbeitsplatzes. Auch seine Lebensgefährtin Eva Luginger (38) und die Mitarbeiter der Produktion hätten geweint. "Die Sendung war mein Leben. Unser aller Leben", erklärte Mross. Damit beschrieb er eine emotionale Bindung, die weit über ein bloßes Arbeitsverhältnis hinausgeht.

Der SWR hatte das Ende von "Immer wieder sonntags" im März 2026 angekündigt. Nach Angaben des Senders steht die Entscheidung im Zusammenhang mit einem flächendeckenden Sparzwang. Für Mross bedeutet die Nachricht das Ende eines Formats, das ihn über Jahrzehnte begleitete und zum Teil auch formte. In der Talkshow "Riverboat" offenbarte er: "Ich war schockiert" und bezeichnete die Sendung als sein "Lebenselixier".

Andy Borg kennt den Abschiedsschmerz aus eigener Erfahrung

Andy Borg kann die Reaktion seines Kollegen bestens nachvollziehen. Er moderierte viele Jahre lang den "Musikantenstadl", bevor auch dieses Kapitel beendet wurde. Die selbstgemachte Erfahrung beeinflusst seinen Blick auf das Aus von "Immer wieder sonntags".

Andy Borg unterscheidet zwischen dem Ende einer Sendung und der Verbindung zum Publikum. Gegenüber dem "Merkur" sagte er sinngemäß, dass man einem Moderator zwar die Sendung nehmen könne, nicht aber die Menschen, die ihn ins Herz geschlossen hätten. Auch für Stefan Mross werde dieses Band zu seinen Fans bestehen bleiben.

Für Borg ist die Frage, wie es nach der Ausstrahlung der finalen Ausgabe im Fernsehen weiter gehen wird, zweitrangig. Für ihn zählt in erster Linie das, was bleibt: die Zuschauer, die den Moderator viele Jahre treu begleitet haben und die persönliche Verbindung, die durch eine fest etablierte Fernsehsendung entstanden ist.

Stefanie Hertel und Andy Borg beim Finale von "Immer wieder sonntags"

Neben Andy Borg wird auch Stefanie Hertel (47) zum Abschied von "Immer wieder sonntags" erwartet. Der Besuch seiner Ex-Ehefrau dürfte für Stefan Mross eine zusätzliche emotionale Komponente darstellen. Mross und Hertel lernten sich 1991 beim "Grand Prix der Volksmusik" kennen. Im Laufe der 1990er Jahre wurden sie ein Paar. 2001 erblickte ihre Tochter Johanna das Licht der Welt, 2006 heirateten die beiden.

Die Trennung folgte im Jahr 2011, die Scheidung 2012. Nach gut fünf Jahren als Eheleute und insgesamt 17 gemeinsamen Jahren blieben sie fortan freundschaftlich verbunden und traten auch weiterhin gemeinsam auf. Stefanie Hertel und Andy Borg begleiteten die unterschiedlichen Phasen von Mross‘ Karriere. Mehr noch als das Schlagergenre verbindet sie ihre persönliche Beziehung zu dem Moderator.

Wann läuft die letzte Sendung "Immer wieder sonntags"?

Die letzte reguläre Folge von "Immer wieder sonntags" wird am 6. September 2026 zu sehen sein. Eine Woche später, am 13. September 2026, folgt eine "Best-of"-Ausgabe mit den Höhepunkten der Staffel. Als möglichen Termin für seine Teilnahme nannte Andy Borg den 13. September 2026. Für Mross selbst dürfte jedoch vor allem die letzte reguläre Ausgabe relevant sein, da mit dieser das Kapitel "Immer wieder sonntags" geschlossen wird.

Kommende "Immer wieder sonntags"-Folgen

In seinen letzten Sendungen wird Stefan Mross noch einmal von prominenten Gästen aus der Schlager- und Unterhaltungsszene begleitet. Der Abschied betrifft nicht nur das Format an sich, sondern auch zahlreiche liebgewonnene Wegbegleiter, die in den letzten Ausgaben auftreten werden. Für den 23. August 2026 sind unter anderem Bernhard Brink (74), Monika Martin (64), Michael Fischer (43), Florian Fesl (37), Robin Leon (29) und Dominik Gassner (30) angekündigt.

Am 30. August 2026 folgen unter anderem Peter Kraus (87), Mike Kraus (53), Beatrice Egli (38), Claudia Jung (62), Ronja Forcher (30), "Tiroler Wind", Inka Bause (57), "Sunrise" und "Die Calimeros". Für den 6. September 2026 sind Andy Borg und Stefanie Hertel als Gäste bereits genannt.

Andy Borg macht Stefan Mross Mut: Die Fans bleiben

Andy Borgs Unterstützung für Stefan Mross ist bemerkenswert, weil sie nicht bei einer freundlichen Geste stehenbleibt. Seine Botschaft an Mross ist folgende: Das Ende von "Immer wieder sonntags" löst nicht die Verbindung zwischen Moderator und Publikum. "Seine Fans werden ihn tragen", davon ist Borg zutiefst überzeugt. Für einen Moderator, dessen berufliches Leben unzählige Jahre mit einer einzigen Sendung verbunden war, ist das ein wichtiger und tröstender Gedanke – auch, wenn es für Mross selbstverständlich nichts an der Tragweite dieses Einschnitts ändern wird.

Die zurückliegenden 31 Jahre und 378 Folgen lassen sich nicht mit einer letzten Ausstrahlung abschließen. Dass Andy Borg seinem Kollegen und Freund dabei zur Seite stehen möchte, verleiht dem Abschied eine zusätzliche sentimentale Dimension, die auch am Publikum nicht spurlos vorüberziehen dürfte.

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