"Der Wald in mir": Kritik zum ARD-Psychodrama mit Leonard Scheicher
Was, wenn man in der eigenen Psyche gefangen ist? Kann man seinen Partner aus dem Wahn retten? In seinem zweiten Film "Der Wald in mir" (2024) folgt Regisseur Sebastian Fritzsch ("Endzeit") dem jungen Biologiestudenten Jan (Leonard Schleicher) in eine immer größere schizophrene Krise. Im Ersten feiert der ergreifende Film über die zerstörerische Kraft der Psyche sein Fernsehdebüt.
Jan (Leonard Scheicher) mag Menschen nicht so wirklich. Lieber beschäftigt sich der etwas seltsame junge Mann mit den Tieren, die er in den zahlreichen Terrarien, Aquarien und Käfigen in seiner Wohnung hält. An seiner Uni lernt er die radikale Umweltaktivistin Alice (Lia von Blarer) kennen. Schnell verlieben sie sich. Doch obwohl Jan endlich eine Person gefunden hat, die ihn und seine Art zu verstehen scheint, verliert er sich immer mehr: Plötzlich hört er Geräusche und Stimmen und flüchtet – vor sich, vor den Stimmen – an den Ort, an dem er sich verstanden fühlt: in den Wald. Alice verzweifelt an der psychotischen Krise ihres Freundes und lässt ihn schließlich in eine psychiatrische Klinik einweisen. Schweißt das die beiden zusammen oder reißt es sie wieder auseinander?
Das psychologische Drama feierte Anfang 2024 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis seine Premiere und kam im April 2025 in die deutschen Kinos. Kritikerinnen und Kritiker lobten besonders die Performance von Hauptdarsteller Leonard Scheicher. Der heute 33-Jährige, der unter anderem in der Miniserie "Das Boot" (2018-2020) und in einem "Tatort: Berlin" (2020) zu sehen war, verkörperte auf intensive Art und Weise die scheinbar ausweglose Psychose seiner Rolle.
Der Wald in mir – So. 19.07. – ARD: 23.40 Uhr
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH