Neuzugang bei den "Rosenheim-Cops": Maya Haddad spricht über ihre Tochter
Maya Haddad gehört zu den neuen Gesichtern bei den "Rosenheim-Cops". Während die Schauspielerin mit ihrer neuen Rolle beruflich einen großen Schritt macht, spielt auch ihre Familie eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Besonders über ihre zehnjährige Tochter spricht die 38-Jährige offen – und verrät, warum sie ihr einen frühen Einstieg ins Schauspielgeschäft nicht unbedingt wünschen würde.
Die Familie der neuen "Rosenheim-Cops"-Wirtin
Dass ihre Tochter durchaus schauspielerisches Talent besitzt, kann Maya Haddad nicht übersehen. Schließlich wächst sie seit Jahren mit dem Beruf ihrer Eltern auf. "Sie ist damit aufgewachsen und war von Anfang an hinter der Bühne und bei Proben dabei. Auch das Filmset meiner Kinderserie kennt sie. [...] Sie ist ein Schauspielerkind durch und durch", erklärt der "Rosenheim-Cops" gegenüber der AZ. Nicht nur Haddad steht vor der Kamera, auch ihr Partner Jonathan Müller ist Schauspieler. Die gemeinsame Tochter kennt Filmsets, Theaterproben und den ungewöhnlichen Arbeitsalltag ihrer Eltern deshalb schon seit ihrer Kindheit. Trotzdem sieht Haddad eine mögliche Schauspielkarriere ihrer Tochter mit gemischten Gefühlen. Das Talent sei zwar vorhanden, doch ihre Mutter würde es bevorzugen, wenn sie sich damit noch Zeit lässt. Vor allem der öffentliche Druck und die Bewertung von außen können aus ihrer Sicht für Kinder eine große Belastung sein.
Gleichzeitig versucht die Schauspielerin, ihrer Tochter möglichst unterschiedliche Lebenswelten zu zeigen. Haddad selbst wuchs in Berlin-Neukölln auf und erlebte dort Menschen mit ganz verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen. Diese Vielfalt möchte sie auch an ihr Kind weitergeben. Deshalb war es ihr wichtig, dass ihre Tochter eine städtische Kita und Schule besucht. Sie solle nicht nur in einem bestimmten gesellschaftlichen Umfeld in München aufwachsen, sondern früh erleben, wie unterschiedlich Lebensrealitäten sein können.
Die Geschichte ihres Vaters prägt Maya Haddad bis heute
Dieser Wunsch hängt auch mit Haddads eigener Familiengeschichte zusammen. Ihr Vater ist Libanese mit palästinensischen Wurzeln und musste vor ihrer Geburt seine Heimat verlassen. Seine Erfahrungen hätten ihren Blick darauf geprägt, was Flucht, Herkunft und unterschiedliche Lebensbedingungen für Menschen bedeuten können. Für Haddad gehört es deshalb dazu, auch ihrer Tochter ein Bewusstsein dafür mitzugeben. Dass sie selbst später von Berlin nach München zog, machte ihr die Unterschiede zwischen beiden Städten noch einmal deutlich. Gerade die soziale und kulturelle Vielfalt ihrer früheren Heimat habe sie anfangs in München vermisst.
Die neue Wirtin bei den "Rosenheim-Cops"
Beruflich beginnt für Maya Haddad nun ein neues Kapitel. Bei den "Rosenheim-Cops" übernimmt sie als Yasmin Rabe eine feste Rolle und wird zur neuen Wirtin des "Times Square". Damit folgt sie auf den bisherigen Wirt Jo Caspar, gespielt von Christian K. Schaeffer.
Ganz unbekannt war Haddad den Zuschauern der ZDF-Serie allerdings schon vorher nicht. Bereits im März 2026 war sie in der Folge "Herr der sieben Berge" zu sehen. Damals übernahm sie lediglich eine Gastrolle als Zeugin in einem Mordfall. Wenige Monate später bekam sie das Angebot für ein dauerhaftes Engagement. Damit hatte Haddad selbst nicht gerechnet. Ihre frühere Rolle sei bei den Verantwortlichen offenbar gut angekommen. Umso größer war die Freude, als sie erneut für die Serie angefragt wurde – diesmal mit Aussicht auf einen langfristigen Platz im Ensemble.
Maya Haddad schaute vor ihrer Rolle keine "Rosenheim-Cops"-Folge
Kurios: Obwohl Haddad nun fest zu den "Rosenheim-Cops" gehört, kannte sie die Erfolgsserie zuvor kaum. Nach eigener Aussage hatte sie sich keine einzige Folge angesehen. Auch vor ihrem Einstieg holte sie das nicht nach. Dahinter steckt eine bewusste Entscheidung. Haddad wollte ihre Figur unvoreingenommen entwickeln und sich nicht zu stark an bisherigen Rollen oder Abläufen orientieren. Yasmin Rabe sollte so entstehen, wie die Schauspielerin sie selbst aus den Drehbüchern heraus versteht.
In ihrer Familie dürfte es hingegen jemanden geben, der sich mit den "Rosenheim-Cops" bestens auskennt: Haddads Mutter verfolgt die Serie schon länger. Entsprechend groß war dort die Freude über die neue Rolle der Tochter. Auch ihr Partner Jonathan Müller kennt die besonderen Seiten des Schauspielberufs. Kurzfristige Jobs, wechselnde Arbeitszeiten und gemeinsames Textlernen gehören für das Paar zum Alltag. Dass beide dieselben beruflichen Herausforderungen kennen, empfindet Haddad als Vorteil. Wenn sie nicht vor der Kamera steht, sucht die Schauspielerin bewusst Ruhe. Einen wichtigen Rückzugsort hat sie in ihrem Schrebergarten gefunden. Dort legt sie auch gerne das Handy beiseite und versucht, Abstand vom hektischen Berufsalltag zu gewinnen.
Bei den "Rosenheim-Cops" wartet nun allerdings erst einmal eine neue Herausforderung. Mit Yasmin Rabe erhält Maya Haddad die Chance, eine Figur über längere Zeit zu entwickeln – und wird damit künftig regelmäßig im ZDF zu sehen sein.