Paris-Berlin, Nachbarschaftsgeschichten (2015)

Paris-Berlin, Nachbarschaftsgeschichten

SERIE • 1 Staffel • Dokumentationen • Frankreich • 2015
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Paris-Berlin, Nachbarschaftsgeschichten (2015)

Inhaltsbeschreibung

Die Geschichte des architektonischen Wettstreits zwischen zwei europäischen Metropolen: Über die Entfernung von 850 Kilometer hinweg haben sich Paris und Berlin in einer Mischung aus Faszination und Argwohn, Feindschaft und Kritik gegenseitig städtebaulich geprägt. Mit Luftaufnahmen, 3D-Animationen und Interviews mit Historikern und Stadtplanern zeigt Filmautor Frédéric Wilner das gestalterische Wechselspiel der beiden Hauptstädte von 1650 bis heute.

Originaltitel
Paris-Berlin, destins croisés
Produktionsland
Frankreich
Originalsprache
Französisch
Regie
Frédéric Wilner
Untertitel
Nein
Besetzung
Étienne François, Daniel Schönpflug, Alexandre Gady, Bernd Stöver, Guillaume Fonkenell, Marie-Jeanne Dumont, Heinz Reif, Kirstin Buchinger, Nicolas Chaudun, Claus Käpplinger, Simon Texier, Gabi Dolff-Bonekämper, Florian Hertweck, Pierre Pinon, Frédéric Wilner

Episodenguide

1. Staffel 1 (4 Episoden)
01
Verfeindete Geschwister
Zwischen 1650 und 1789 spielen Paris und Berlin nicht in der gleichen Liga. Während Paris mit 350.000 Einwohnern die größte Stadt der Welt ist, kann in Berlin die Ausdehnung der Stadt gar nicht schnell genug voran gehen. Die erste Folge zeigt anhand der architektonischen Gestaltung, wie die großen französischen Könige den Grundstein für das moderne Paris gelegt haben und dadurch maßgeblich Einfluss auf das vergleichsweise provinzielle Berlin ausgeübt haben.
02
Auf in die Moderne!
Im Jahr 1806 nimmt die deutsch-französische Geschichte eine dramatische Wendung, als die napoleonischen Truppen die preußische Hauptstadt besetzen – es ist die erste Konfrontation von Paris und Berlin. In Preußen wird die Ankunft Napoleons anfänglich begeistert erwartet, doch die Hoffnungen werden schnell enttäuscht. Die französische Besatzung Berlins – Napoleon logiert in den einstigen Gemächern von Friedrich Wilhelm III. im Schloss Charlottenburg - sorgt für ein Erstarken des preußischen Nationalstolzes. Dies sollte sich verheerend auf die Geschichte beider Länder auswirken.
03
Gegenüber
Die Belagerung von Paris, die vom 19. September 1870 bis zum 28. Januar 1871 dauerte, führte zur Niederlage der neubegründeten Dritten Französischen Republik und zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs. In nur knapp sechs Monaten haben Preußen und seine Verbündeten Frankreich besiegt. In Paris beginnt mit den Revolten der Kommune 1870 ein Bürgerkrieg, in dessen Verlauf bei einem gewaltigen Brand, ausgehend von den Tuilerien, ganze Teile der Innenstadt in Flammen aufgehen und einige ihrer schönsten Bauwerke zerstört werden. So das Palais des Tuileries, das frühere Stadtschloss, ungefähr 500 Meter von der königlichen Residenz des Louvre entfernt. Es brannte vollständig aus und wurde später abgerissen.
04
Erschütterung
Das Ende des Kaiserreichs und die Ausrufung der Republik durch den SPD-Politiker Philipp Scheidemann am 9. November 1918 verändern auch die architektonischen Formen und Linien im Nachkriegs-Berlin. Der Expressionismus in der Architektur entsteht, wofür Erich Mendelsohns Einsteinturm im Wissenschaftspark in Potsdam ein berühmtes Beispiel ist. In der Stadt von morgen entstehen moderne, dezentrale Wohnsiedlungen mit viel Grünfläche - das genaue Gegenteil der Mietskasernen der Industriestadt Berlin Mitte des 19. Jahrhunderts: 1925 wurde in Berlin-Britz die sogenannte Hufeisensiedlung nach Plänen des Architekten Bruno Taut gebaut. Auch in Paris, das nun knapp drei Millionen Einwohner hat, sind talentierte junge Architekten am Werk: Le Corbusier entwirft sein visionäres Konzept für die moderne Stadt des 20. Jahrhunderts. Robert Mallet-Stevens baut zeitgemäße neue Wohnhäuser für die französische Hauptstadt.

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