Vom Reich zur Republik (2009)
Vom Reich zur Republik (2009)

Vom Reich zur Republik

SERIE • 1 Staffel • Dokumentationen • 2009

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Vom Reich zur Republik (2009)

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Originaltitel
Vom Reich zur Republik
Originalsprache
Deutsch
Regie
Bernd Fischerauer
Untertitel
Nein
Besetzung
Rainer Basedow, Alexander Held, Hans-Michael Rehberg, Marion Mitterhammer, Frank Röth, Johannes Zirner

Episodenguide

1. Staffel 1 (10 Episoden • 2009)
01
Die Reichsgründung: Der Aufstieg Bismarcks vom preußischen Ministerpräsident zum Kanzler des Deutschen Reiches
Wir schreiben das Jahr 1862. Ein vereintes Deutschland, wie wir es heute kennen, existiert nicht. Stattdessen rivalisieren Preußen und Österreich um die Vorherrschaft im ‚Deutschen Bund‘, der lose aus zahlreichen Königreichen und Fürstentümern besteht. Als Ende September 1862 der Junker Otto von Bismarck (Torsten Münchow) zum preußischen Ministerpräsident ernannt wird, ist damit aus heutiger Sicht der Grundstein gelegt für die weitere Entwicklung, in der Deutschland geeint und innerhalb weniger Jahrzehnte zur stärksten Wirtschaftsmacht des Kontinents wachsen wird. In zwei Teilen à 90 Minuten schildert Regisseur Bernd Fischerauer spannend und umfassend den Aufstieg und Fall Bismarcks, die Gründung der deutschen Sozialdemokratie und die allgemeine Gesellschaftsentwicklung eines aufstrebenden Deutschen Reiches, das nur wenige Jahre nach Bismarcks Abdankung den bis dahin schlimmsten Krieg der Menschheitsgeschichte verursachen wird.
02
Die nervöse Großmacht: Der Aufstieg Bismarcks vom preußischen Ministerpräsident zum Kanzler des Deutschen Reiches (Teil 2)
Nach der „Reichsgründung“ schildert „Die nervöse Großmacht“ die Jahre 1871 bis 1890, also die gesamte Zeit von Bismarcks Reichskanzlerschaft bis zu seiner durch Kaiser Wilhelm II. (Florian Fischer) erzwungenen Abdankung. Nach der Gründung des Deutschen Reiches gilt es für den autoritären Kanzler, sich die unterschiedlichen innen- und außenpolitischen Entwicklungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunutze zu machen, zur Machtsicherung Deutschlands ebenso wie zu seiner eigenen. Bismarcks sicheres politisches Gespür und die Kompromisslosigkeit gegenüber seinen Feinden sind es, die den Kanzler und sein Reich über viele Jahrzehnte an der Spitze der europäischen Politik und Wirtschaft halten. Einerseits gelingt es Bismarck außenpolitisch, sich durch ein ausgeklügeltes Bündnissystem dem Groll der Nachbarstaaten – allen voran das geschlagene Frankreich – zu entziehen und den Frieden auf dem Kontinent zu erhalten. Andererseits rückt er seinen politischen Gegnern im eigenen Land, darunter die Liberalen, die katholische Kirche und ganz besonders die erstarkende Sozialdemokratie, mit aggressiven Erlässen und Gesetzen zu Leibe. Leidtragender ist – neben Bebel und Liebknecht – hier auch der einfache Arbeiter Franz Wölke (Benjamin Kramme) dessen junge Familie die gesamte Härte der Bismarckschen Innenpolitik zu spüren bekommt. Doch die Machtstellung des Kanzlers beginnt zu bröckeln. Nach dem Tod Wilhelms I. und der Thronfolge seines kränklichen Sohnes, der kurz darauf ebenfalls stirbt, wird wiederum dessen Sohn Wilhelm II. deutscher Regent. Dieses Jahr 1888 geht damit in die Geschichte ein als „Dreikaiserjahr“. Dem forschen und impulsiven Wilhelm II. ist Bismarcks ausgleichende Bündnispolitik und autoritäres Auftreten jedoch ein Dorn im Auge. Es dauert nicht lange, bis es zum Schlagabtausch zwischen den zwei Machtmenschen kommt?
03
Europas letzter Sommer: Das Attentat von Sarajewo 1914 und der Ausbruch des Ersten Weltkrieges
Am 28. Juni 1914 wird in Sarajewo der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand ermordet. Als Folge beginnt fünf Wochen später der Erste Weltkrieg. Das Dokumentarspiel „Europas letzter Sommer“ schildert die dramatischen fünf Wochen vor Kriegsbeginn. Im Fokus stehen dabei die komplexen Motivationen und Entscheidungsfindungen der Staatslenker und Diplomaten Europas. Basierend auf Originaldokumenten führt der Film durch die Arbeits- und Konferenzzimmer der verschiedenen Machtzentren des Kontinents sowie durch die Clubs und Cafés der Hauptstädte, in denen die Gespräche zwischen den beteiligten Diplomaten stattfanden.
04
Gewaltfrieden I – Die Legende vom Dolchstoß: Deutschland in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg
Herbst 1918: Deutschland hat den Ersten Weltkrieg verloren. Der Frieden muss geschlossen werden, doch zu welchem Preis? Bernd Fischerauer inszensiert die bewegende Zeit nach Originaldokumenten als zweiteiliges Dokumentarspiel. Das auf Originaldokumenten – zum Beispiel Tagebüchern und Protokollen – basierende, zweiteilige Dokumentarspiel spannt einen weiten Bogen: Er reicht vom Waffenstillstandsabkommen und dem Kieler Matrosenaufstand im November 1918 über die Ermordung der Marxisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1919 bis hin zur Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags im Juni desselben Jahres, der in Deutschland von vielen als ein von den Siegermächten oktroyierter „Diktatfrieden“ quittiert wurde.
05
Gewaltfrieden II – Der Vertrag von Versailles: Deutschland in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg
Herbst 1918: Deutschland hat den Ersten Weltkrieg verloren. Der Frieden muss geschlossen werden, doch zu welchem Preis? Bernd Fischerauer inszensiert die bewegende Zeit nach Originaldokumenten als zweiteiliges Dokumentarspiel. Das auf Originaldokumenten – zum Beispiel Tagebüchern und Protokollen – basierende, zweiteilige Dokumentarspiel spannt einen weiten Bogen: Er reicht vom Waffenstillstandsabkommen und dem Kieler Matrosenaufstand im November 1918 über die Ermordung der Marxisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1919 bis hin zur Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags im Juni desselben Jahres, der in Deutschland von vielen als ein von den Siegermächten oktroyierter „Diktatfrieden“ quittiert wurde.
06
Die Konterrevolution – Der Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920: Die Anfänge der Weimarer Republik
Der Kapp-Lüttwitz-Putsch vom März 1920 ist ein weitgehend vergessenes Kapitel deutscher Geschichte. Denn der Versuch, die erste deutsche Demokratie schon eineinhalb Jahre nach ihrer Entstehung wieder zu ersticken, scheiterte am demokratischen Bewusstsein ihrer Bürger. Das Dokumentarspiel schließt direkt an die Produktion „Gewaltfrieden – Die Legende vom Dolchstoß und der Frieden von Versailles“ an und beschäftigt sich mit der Rekonstruktion der Umstände, die zum ersten, zunächst erfolgreichen Staatsstreich gegen die Weimarer Republik geführt haben. Unter der Regie von Bernd Fischerauer schildert der Film minutiös den Ausbruch und Ablauf des Kapp-Lüttwitz-Putsches, der nur fünf Tage dauerte. Wie die rechtmäßige Regierung unter Reichskanzler Gustav Bauer verjagt wurde, ebenso Reichspräsident Friedrich Ebert und der Reichswehrminister Gustav Noske (alle SPD), das erzwungene Untertauchen des Finanzministers Matthias Erzberger, die ambivalente Haltung der Reichswehroffiziere und der Sicherheitspolizei, die der Regierung den zur Abwehr des Putsches notwendigen Schutz verweigerten. Die Flucht der Regierung, der Streit der Putschisten, ihre hilflosen Versuche, den zunächst verbliebenen, dann festgesetzten Vizekanzler Eugen Schiffer (DDP) für ihre Zwecke zu benutzen und das Ruder Richtung Diktatur herumzuwerfen und letztlich der Widerstand der Arbeiter, Angestellten und Beamten, die im größten Generalstreik der deutschen Geschichte die Putschisten in die Knie zwangen. Das Volk hatte sich als demokratisch gesinnt und wehrhaft erwiesen, Armee und Justiz großteils nicht. Die durch die Novemberrevolution 1918 entstandene Weimarer Republik war in ihren Anfangsjahren mehrfach bedroht, am heftigsten im März 1920. Der Versailler Friedensvertrag von 1919 besiegelte nicht nur die Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg, sondern verlangte vom Reich auch Gebietsabtretungen, hohe Reparationen sowie eine Verkleinerung der Armee auf 100 000 Mann.
07
Hitler vor Gericht: Hitlers Verurteilung wegen Hochverrats im April 1924
Adolf Hitler stand 1924 wegen Hochverrats vor Gericht. Der Prozess endete mit einem ungewöhnlich milden Urteil – das ihm den Weg zum politischen Neuanfang ermöglichte, der in die Nazi-Diktatur mündete. Wie es zu diesem fatalen Fehlurteil kam, zeigt das BR-Dokumentarspiel.
08
Der Weg zur Macht: Das Deutsche Reich von 1929 bis 1932: Der Aufstieg Hitlers und der NSDAP
Im Oktober 1929 bricht die New Yorker Börse zusammen. Die darauf folgende Weltwirtschaftskrise trifft Deutschland so hart wie kaum ein anderes Land. Angesichts von Massenarbeitslosigkeit und Armut schwindet in der Bevölkerung auch der Glaube an die Demokratie. Immer mehr Gehör finden radikale Gruppen, die lautstark Sozialismus oder Diktatur fordern. Nationalistische wie kommunistische Parteien verzeichnen starken Zulauf. Agitatoren wie Joseph Goebbels von den Nationalsozialisten und Ernst Thälmann von den Kommunisten erreichen dank der neuen Massenmedien von ihren Rednerpulten aus Millionen, während die Jugend im Land sich nach Orientierung sehnt. Mit den Reichstagswahlen 1930 werden die Nationalsozialisten zweitstärkste Partei im Land. Nach nur zwanzig Jahren scheint das Ende der Weimarer Republik besiegelt …
09
Die Machtergreifung: Der Zusammenbruch der Weimarer Republik
Das hochkarätig besetzte Dokuspiel von Bernd Fischerauer rekonstruiert die Umstände, die zur Machtergreifung der Nationalsozialisten führten. Im Deutschland des Jahres 1932 herrschen Massenarbeitslosigkeit und Armut. Bei den Wahlen sind radikale Gruppen von links und rechts die Nutznießer der instabilen Demokratie. Obwohl die NSDAP im November 1932 schwere Stimmenverluste hinnehmen muss, wird Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt. Deutschland im Jahr 1932. Die Folgen des Zusammenbruchs der Weltwirtschaft lasten schwer auf der Weimarer Republik: Massenarbeitslosigkeit, Armut, Dauerregierungskrise. Nutznießer der instabilen Demokratie sind radikale Gruppen von links und rechts, die mit ihren autoritären Programmen beträchtliche Wahlerfolge feiern. Vor allem einer kann von diesem Zustand profitieren: Adolf Hitler. Seit zwei Jahren regiert Reichskanzler Heinrich Brüning mit Notverordnungen und von Reichspräsident Hindenburg geduldet am Parlament vorbei. Ständige Neuwahlen und wechselnde Kabinette schwächen so die demokratische Handlungsfähigkeit der Regierung. Schließlich wird Brüning gestürzt. An seine Stelle tritt ein Günstling Hindenburgs: Franz von Papen. Dieser wirbt nun um die Unterstützung der erstarkten NSDAP unter Adolf Hitler und löst dafür das bis dahin geltende Verbot von SA und SS auf. Straßenterror ist die Folge. Adolf Hitler sieht seine Chance, selbst endlich Reichskanzler zu werden und dann „aufzuräumen“ mit Demokratie, Gewaltenteilung und „Parteienherrschaft“. Harry Graf Kessler sowie die von ihm geförderten und mit der KPD sympathisierenden Künstler George Grosz, John Heartfield, Wieland Herzfelde und nicht zuletzt Tilla Durieux müssen zusehen, wie die Weimarer Demokratie im Zuge der ständigen Machtkämpfe zu zerbrechen droht. Wilhelm Hoegner und Marie Juchacz kämpfen politisch und journalistisch gegen den Aufstieg der Nazis, während die Kommunistin Hannah Wöllke erleben muss, wie ihr Adoptivsohn Fritze zur SA überläuft. Eine Einheitsfront gegen den Nationalsozialismus kommt – anders als 1920 – nicht zustande. Nationalistische wie kommunistische Parteien verzeichnen starken Zulauf. Agitatoren wie Joseph Goebbels von den Nationalsozialisten und Ernst Thälmann von den Kommunisten erreichen dank der neuen Massenmedien von ihren Rednerpulten aus Millionen, während die Jugend im Land sich nach Orientierung sehnt. Mit den Reichstagswahlen 1930 werden die Nationalsozialisten zweitstärkste Partei im Land. Nach nur zwanzig Jahren scheint das Ende der Weimarer Republik besiegelt …
10
Der Staat ist für den Menschen da: Die Entstehung der neuen demokratischen Verfassung Deutschlands
Das Dokumentarspiel „Der Staat ist für den Menschen da“ setzt anhand der vorliegenden Protokolle szenisch um, wie es diesen sehr unterschiedlichen Menschen in einer politisch und wirtschaftlich äußerst angespannten Situation gelang, durch reine Sach- und Zukunftsorientierung die Grundlage für eine Verfassung zu schaffen, die am 23. Mai 1949 als „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ in Kraft getreten ist.
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