Roald Amundsen war der erste Mensch, der den Südpol betrat und der größte Entdecker seiner Generation. Die Kräfte, die ihn in eisige Wüsten trieben, ließen ihn aber auch an sich selbst verzweifeln. Amundsen kehrte der Frau, die er liebte, den Rücken und machte sich ganze Nationen zum Feind. Am Ende starb er bei dem Versuch, den Mann zu retten, den er am meisten hasste: der italienische Luftfahrtingenieur Nobile. Mit ihm hatte Amundsen nach zunächst vergeblichen Versuchen am 12. Mai 1926 den Nordpol üverflogen. Diese Expedition wurde von Mussolini unterstützt. Der Erfolg dieser Expedition war jedoch von Querelen und Eifersüchteleien unter den Expeditionsmitgliedern überschattet.

Sie hatten zur Folge, dass Amundsen sich schließlich mit allen zerstritt, was seinem Ansehen sehr schadete. Als Nobile von einem zweiten Überflugversuch im Juni nicht zurückkehrte, machte sich Amundsen - vielleicht um seinen Ruf zu retten - auf die Suche nach ihm und blieb verschollen. Der faszinierende Dokumentarfilm "Abenteuer im Eis" erzählt die Geschichte des großen, aber rätselhaften Entdeckers. Er kombiniert seltenes Archivmaterial mit persönlichen Tagebuchaufzeichnungen und schafft so ein historisches Dokument und eine Reise in die menschliche Psyche.