Cartoonistin Frenzy steckt in einer Schaffenskrise. Damit nicht genug: Wenn ihre Zeichnungen nicht fröhlicher werden, verliert sie ihren Job. Gott sein Dank gibt es Maischa, Frenzys beste Freundin. Gerade frisch in René verliebt, ist Maischa bombig drauf und sozusagen die ideale Vorlage für Frenzys zäh gewordene Bildergeschichte. Einzige Bedingung: Frenzy muß sich um Renés Freund Mark kümmern. Was als Pflichtübung beginnt, entpuppt sich allerdings als amouröser Volltreffer, bei der Frenzy schließlich auch ihre Talente voll zur Entfaltung bringen kann ...

In der Kürze liegt die Würze, das trifft für Katja von Garniers nicht mal einstündigen "Abschluß- und Übungsfilm" der Münchner Filmhochschule besonders zu. Die zweite Produktion der Filmemacherin entpuppte sich beim Kinostart 1993 als eine der Überraschungen des Jahres. Hier wurde eine Leichtigkeit und Unbekümmertheit an den Tag gelegt, die für die Komödienwelle der nächsten Jahre von "Der bewegte Mann" (1994) bis zu "Lola rennt" (1998) richtungsweisend werden sollte. Dass die Herzensabenteuer zweier junger Frauen nicht zum filmischen Kaffeeklatsch geriet, verdankte der Film einmal mehr einer starken Katja Riemann und der weiblichen Perspektive, die Liebesleid und Liebeslust mit einem humorvollen Augenzwinkern zu betrachten versteht. Der smarte Gedeon (Buckhard), der später als Herrchen von Kommissar Rex ungleich mehr von sich reden machte, ist in der Rolle des schönen Hohlkopfs René zu sehen, Maischas neuer Lover. Max Tidorf hingegen weiss Frenzy zu gefallen.