Eigentlich haben sich die beiden Freunde Danny und Bernie an ihr Single-Leben mit jeder Menge One-Night-Stands gewöhnt und dem jeweils anderen von ihren Sexkapaden munter berichtet . Dann aber geschieht offenbar das Unglaubliche: Bernie verliebt sich in Sexpartnerin Joan und erträgt nicht nur ihr nerviges Geplapper, sondern auch ihre allzu deffizitären Kochkünste. Als sei dies noch nicht genug, funkt es auch mächtig zwischen Danny und seiner Beute Debbie, Joans beste Freundin. So tratschen nicht nur die Männer über Liebes- und Sex-Dinge, sondern auch die Frauen. Derlei Daueraustausch bringt so manch peinliches Detail zu Tage. Ob das auf Dauer gutgehen kann?

Dies ist wohl einer der nervigsten Filme der Saison. Hier plappern alle durcheinander über delikate Sexpraktiken, die eigentlich niemanden interessieren und die tatsächlich eher zum Fremdschämen, denn in irgendeiner Form lustig sind. Dass diesem hochnotpeinlichen Werk ein Theaterstück von David Mamet zugrunde liegt, mag man angesichts der verbalen Sexkanonaden kaum glauben. Allzu platt sind die Dialoge auf puren Sexismus heruntergetrimmt, dass man ob der mitunter widerlichen Schlüpfrigkeiten eigentlich beschämt das Kino verlassen möchte. Was einem vielleicht noch zu Beginn des 20. Jahrhundert die Schamröte ins Gesicht getrieben hätte und was Mamet in der Vorlage als reinen Zynismus darstellt, ist hier Mittel zum Zweck möglichst viele versaute Wörter an den Mann zu bringen. Völlig unnötig!



Foto: Sony Pictures