Mahmud Nasir ist nicht unbedingt das, was man einen streng gläubigen Moslem nennt. Doch er ist ein liebender Ehemann und fürsorglicher Vater. Dann allerdings passiert etwas Unglaubliches: Nach dem traurigen Tod seiner Mutter entdeckt er in deren Unterlagen seine Geburtsurkunde, die ihn als Adoptivkind ausweist – und schlimmer noch: Er ist der Sohn von Juden und heißt eigentlich Solly Shimshillewitz! Um seinem leiblichen Vater im Altersheim gegenübertreten zu können, muss Mahmud das Judentum studieren. Der jüdische Taxifaherer Lenny, mit dem sich Mahmud vorher arg gezofft hat, soll Abhilfe schaffen. Aber ausgerechnet jetzt hat sich in seinem Hause der zukünftige Schwiegervater seines Sohnes angekündigt - und der ist ein bekannter Islamist ...

Hauptdarsteller Omid Djalili ist in Großbritannien ein Fernseh-Star, der gnadenlos über alles herzieht, was seiner Meinung nach Kritik verdient. Dabei macht er weder vor politischen Abwegigkeiten oder religiösen Ungereimtheiten halt. In dieser Kino-Satire nun bringt er den Zuschauer oftmals zu lautem Lachen, indem er sich über idiotische religiöse Gebaren und Rituale lustig macht, respektlos gegen hirnrissige Intoleranz wettert und scheinheilige Verhaltensweisen demaskiert. Auch wenn das Ganze filmtechnisch und dramaturgisch nicht erste Sahne ist, inhaltlich ist dies ein durchaus satirisch-böses Werk – ähnlich witzig, respektlos und bitter wie Bill Mahers "Religulous".



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