Der rüstige Bruno, Anfang 80, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Rosa, ebenfalls Anfang 80, lebt abgeschoben in einem Pflegeheim. Sie hat gerade erfahren, dass sie an Brustkrebs leidet und nur noch ein halbes Jahr zu Leben hat. Als sich die Wege von Bruno und Rosa kreuzen, stellen beide fest, dass es für junge Liebe nie zu spät ist. Bruno verlässt Frau und Familie und zieht mit Rosa in eine Wohnung. Doch schon bald wird ihnen klar, wie schlecht es um Rosas Gesundheit steht - und das ihre gemeinsame Zeit nur noch sehr begrenzt ist ...

Die Regisseure Sabine Hiebler und Gerhard Ertl schufen einen durchaus bewegenden Liebesfilm über Liebe und Sexualität sowie Tod und Sterbehilfe. Für ihr Werk wurden sie beim World Film Festival 2012 in Montreal mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Christine Ostermayer erhielt für ihre Rolle als krebskranke Rosa den Schauspielpreis Diagonal 2012. Karl Merkatz wurde als Bester Darsteller mit dem Österreichischen Filmpreis 2013 geehrt. Doch dem Thema kann auch dieser Film nicht sonderlich Neues abgewinnen. Da waren etwa Marco Ferreris "Haus der Freuden" (schon 1990), Andreas Dresens "Wolke 9" oder Michael Hanekes "Liebe" radikaler bzw. eindringlicher. Und ob man für derlei Genre ins Kino geht, bleibt fraglich.



Foto: Viktor Brazdil