Frankreich zur Zeit Ludwig XIV.: Die hübsche Angélique, Tochter des bankrotten Barons de Sancé, soll den reichen, aber viel älteren Grafen Joffrey de Peyrac von Toulouse heiraten, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Davon überhaupt nicht angetan, bleibt ihr schließlich nichts anders übrig.Und siehe da, der Graf ist gar nicht so unangenehm wie gedacht. Im Gegenteil: Angélique verliebt sich wider Erwarten. Weil die Schöne aber einst Zeugin einer Verschwörung gegen Ludwig XIV. war, wollen die Übeltäter sie aus dem Weg räumen. Zunächst wird der Graf unter dem Vorwand der Hexerei verhaftet. Angélique kann fliehen, muss sich aber verstecken ...

Was nach einem bunten Abenteuer à la "Die drei Musketiere" klingt, entpuppt sich über weite Streckenals Edelkitsch. Die Hauptdarstellerin Nora Arnezeder ("Safe House", "Paris, Paris! Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück") ist zwar hübsch anzusehen, aber leider keine wirklich gute Schauspielerin, was auch de Tatsache geschuldet ist, dass fast alles zu sehr nach Inszenierung riecht. Die Historienroman-Reihe von Anne Golon (weltweit über 150 Millionen Mal verkauft) wurde bereits in den Angélique erfolgreich mit Michèle Mercier in der Titelrolle verfilmt. Die Chance, das Ganze weniger verkitscht anzufassen, ließ Regisseur Ariel Zeïtoun ungenutzt. Immerhin bietet er trotz vieler inszenatorischer Löcher (vermutlich gibt es eine längere TV-Version, die vermutlich mehr Sinn macht) einige Schauwerte, die diese Schmonzette über weite Strecken noch erträglich machen.



Foto: TiberiusFilm