In Vila Brasilândia, einem armen Vorort von São Paulo, leben Preta, Barbarah, Mayah und Lena, die seit ihrer frühesten Kindheit Freundinnen sind. Sie alle träumen von einer gemeinsamen Musikkarriere, um so möglicherweise dem Ghetto, in dem sie leben, entfliehen zu können. Zunächst werden die vier attraktiven jungen Damen zwar lediglich als Backgroundsängerinnen gebucht, doch dann ernöglicht ihnen ein Manager eine Clubtour mit ihren eigenen Band "Antônia". Doch kaum feiern die Freundinnen mit ihrem Mix aus Rap, Pop, Soul uund populärer brasilianischer Musik erste Erfolge, holt sie ihr Alltag wieder ein. Die Band droht zu zerbrechen ...

Die brasilianische Filmemacherin Tata Amaral, die einst zum Produzententeam von "City of God“ gehörte, setzt in ihrem exotischen Mix aus Drama und Märchen ganz auf das Spiel ihrer attraktiven weiblichen Besetzung, die zuvor noch nie im Kino oder TV zu sehen war und einiges Gesangstalent beweist. Mit einer beeindruckenden Riege brasilianischer HipHop-Stars und jungen lokalen Talenten in den Häusern, Plattenbauten und schlecht beleuchteten Straßen von Vila Brasilândia gedreht, kommt diese südamerikanische Variante von "Dreamgirls" allerdings wesentlich authentischer und glaubwürdiger daher als die Hollywood-Produktion. Nach dem Kinoerfolg von "Antonia" inszenierte Amaral mit identischer Hauptrollen-Besetzung von 2006 bis 2007 auch die gleichnamige, sechsteilige TV-Serie.

Foto: W-film/Marcelo Vigneron