Valerie ist verzweifelt, denn ihr Sohn Simon ist verschwunden. Zuletzt lebte und arbeitetet der junge Arzt in Marseille, doch seine Wohnung ist verlassen. Voller Sorge macht sich Valerie mit Jens, dem ehemaligen Geliebten von Simon, in der französischen Hafenmetropole auf die schier unsichtslose Suche nach ihrem Sohn ...

Ein Drama des aus Aachen stammenden Regisseurs Jan Krüger ("Verführung von Engeln", "Rückenwind"), in dem zwei Menschen, die nicht unterschiedlicher sein können, nach einem Verschwundenen suchen. Vor dem leider viel zu selten eingefangenen malerischen Hintergrund der französischen Hafenstadt spielt Corinna Harfouch die ratlose, dem Sohn entfremdete Mutter, die sich sich mit dessen Ex-Lover zu einer Such-Zweckgemeinschaft verbündet. Merkwürdig uneinheitlich und zu dialoglastig wirkt das Ganze, recht fahrig und gibt Harfouch die Mutter, während Nico Rogner immer eine Spur zu abgeklärt daher kommt. Sympathie kann man für die beiden Hauptfiguren nicht empfinden. Darüber hinaus bleibt die Figurenzeichnung oberflächlich und in den Nebenrollen zum Teil unglaubwürdig. So fragt man sich am Ende, was das Drama dem Zuschauer eigentlich sagen will, zumal jede Menge Fragen aufgeworfen werden, die aber zu keiner Zeit beantwortet werden.



Foto: Salzgeber