Bens Tage als Junggeselle sind gezählt. Er muss nur noch von New York nach Savannah reisen, um seine gar entzückende Braut Bridget an den Altar zu führen. Am Flugplatz allerdings lernt er die reichlich abgedrehte Sarah kennen und wirft ein Auge auf sie - halb angewidert, halb fasziniert. Als dann das Flugzeug beim Start eine Panne hat und den Flugplatz bis auf weiteres lahmlegt, muss Ben schauen, dass er sonstwie nach Savannah kommt. Und wie das Schicksal es will (oder durchschnittliche Drehbuchautoren), bleibt er dabei an besagter Sarah hängen. Zwischen beiden funkt es natürlich. Aber Ben ist ja ein moralischer Mensch und Sarah alias Sandra Bullock entdeckt endlich ihre Mutterpflichten...

In den Vierzigerjahren hätte ein Preston Sturges daraus eine rasante Screwball-Comedy gemacht, vielleicht etwas wunderbar Überkandideltes wie sein Meisterwerk "Atemlos nach Florida/Palm Beach Story" mit Claudette Colbert. Aber heute, wo alle angeblich doch so flippig und hip sind, kommt nur eine größtenteils vorhersehbare, brave und nichtssagende Gelegenheit zum Zeittotschlagen dabei heraus. Und weil man ja heutzutage auch moralisch alles korrekt abgewickelt haben will, steuert alles auf ein aufgesetztes und völlig unvorbereitetes Ende hin, bei dem selbst der Papst applaudieren dürfte. Das Publikum für derlei "romantische Komödien" fühlt sich dennoch bestens unterhalten, wie die erstaunlich hohen Einspielergebnisse in den USA belegen.