Um ihrem gewalttätigen Mann zu entkommen, hat Anna mit ihrem achtjährigen Sohn Anders in einer anderen Stadt ein neues Leben begonnen. Doch auch in der Anonymität des Wohnblocks überfällt Anna die Angst. So kauft sie ein Babyphon und stellt es in das Zimmer von Anders. Weil sich offenbar aber Frequenzen überschneiden, hört sie auch fremde Stimmen und Geräusche. Als die immer unheimlicher werden, glaubt Anna bald, den Mord an einem Kind im Block mitangehört zu haben. Als dann noch Blut auf Anders' Gemälden ist, wird Anna panisch ...

Auch wenn Noomi Rapace hier durchaus wieder beweist, dass sie eine gute Darstellerin ist, nervt diese Geschichte aus dem sozial schwachen Milieu gewaltig. Zu nebulös bleiben die Andeutungen, ob es sich um Wahnvorstellungen oder Realitäten handelt, zu oberflächlich die Charaktere, zu öde die Spannungsmomente. Glaubwürdig ist somit das Ganze selten. Da hat der norwegische Regisseur Pål Sletaune mit "Wenn der Postmann gar nicht klingelt", "Amateure" und "Next Door" schon deutlich bessere Werke vorgelegt.



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