Vor drei Jahren flüchtete Benedikt Kirchner aus seinem oberbayerischen Heimatdorf Baching in die Bundeshauptstadt Berlin. Der Grund: Seinerzeit saß er betrunken am Steuer seines Wagens und überfuhr ein kleines Mädchen. Doch nun hat Kirchner genug von der großen Stadt und kehrt nach Baching zurück. Allerdings heißen ihn die Bewohner nicht gerade willkommen und selbst sein Bruder Robert, der inzwischen mit Benedikts Ex-Freundin Annette zusammen lebt, verweigert ihm die Mitarbeit in dem Gasthaus der Eltern. Doch schon bald fühlt sich Annette wieder zu Benedikt hingezogen, der bei einer Jugendfreundin Unterschlupf gefunden hat ...

Nach seiner TV-Komödie "Das große Hobeditzn" tauchte Regisseur Matthias Kiefersauer erneut in die bayerische Provinz ein und legte sein Kinofilmdebüt allerdings im Gegensatz zu prominenten bayerischen Filmen den letzten Jahre (etwa "Wer früher stirbt, ist länger tot" oder "Hierankl") als Heimatdrama an, in dem allerdings vorwiegend hochdeutsch gesprochen wird. Kiefersauers Protagonist hält es in der Ferne nicht aus, "man kann den Menschen aus der Heimat vertreiben, aber nicht die Heimat aus den Menschen", zitiert Kirchner Erich Kästner und umreißt damit die Thematik des Films. Allerdings ergeht sich Kiefersauer zu sehr in der Darstellung der Einzelschicksale, die Konzentration auf weniger Charaktere wäre hier durchaus mehr gewesen, zu zerfasert wirken die einzelnen Handlungsstränge. Zumal die Schauspieler durchaus zu überzeugen wissen und die Grundidee gut ist.

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