Auf einem Bahnsteig in München steht Lene. Sie muss sich entscheiden: zurück nach Berlin, wo sie lebt, oder in Richtung Süden, wo am Rande der Alpen ihre Familie auf dem einsamen Gehöft Hierankl lebt. Seit Jahren hat Lene ihre Familie nicht mehr gesehen. Mit siebzehn ist sie nach Berlin abgehauen, jetzt endlich fühlt sie sich stark genug, nach Hierankl zurückzukehren. Dort trifft sie auf Goetz Hildebrand, ein gemeinsamer Freund ihrer Eltern aus Studienzeiten. Lene hegt sofort tiefe Gefühle für den undurchschaubaren, gut aussehenden Fremden und stürzt sich in eine amour fou, die jedoch eine ungeahnte Kettenreaktion in Gang setzt ...

Das Langfilmdebüt des Regisseurs Hans Sebastian Steinbichler, der hier ein ausgezeichnetes Drama nach eigenem Buch vorlegt. Durchweg überzeugend sind auch die Darstellerleistungen: Johanna Wokalek wurde auf dem Filmfest München 2003 für ihre Rolle der Lene als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Steinbichler, der die Auszeichnung als bester Regisseur erhielt, drehte zuvor Kurzfilme ("Stationen: Der Moralist", 2002) und Dokumentarfilme ("Irgendwo in Bayern"), nachdem er die Hochschule für Fernsehen und Film in München absolviert hatte.

Foto: Movienet