Josef Bierbichler

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Stammt aus einer Bauernfamilie: Josef Bierbichler
Fotoquelle: 360b/Shutterstock.com
Josef Bierbichler
Geboren: 26.04.1948 in Ambach, Deutschland

Seine Eltern waren Bauern und Gastwirte in Ambach am Starnberger See, er selbst besuchte zunächst eine Hotelfachschule: Josef Bierbichler. Insgesamt dreimal wurde er von "Theater Heute" zum Schauspieler des Jahres ernannt, und als er den "Gertrud-Eysoldt-Ring" von der Deutschen Akademie für Darstellende Künste erhielt, gab er das Preisgeld von 20000 Mark bei der Verleihung an Christoph Schlingensief weiter, weil der einer der wenigen am Theater sei, "der die Kraft hat zum Stehen und zum Handeln". Am Berliner Ensemble spielte Bierbichler 1997 in der Inszenierung von B.K. Tragelehn die Titelrolle in Brechts "Das Leben des Galilei". "Am Berliner Ensemble ist er die Zentralsonne, um die alle erloschenen Planeten des Hauses kreisen," schrieb seinerzeit "Die Zeit".

Bereits im zarten Alter von drei Jahren besuchte Klein-Josef, auch "Sepp" genannt, eine Schauspielschule in Holzhausen bei München. Sein erstes Engagement hatte Bierbichler schließlich bei der Würmseer Sommerfrischlerbühne in Holzhausen am Starnberger See. Dort entdeckten ihn Pamela Wedekind und Rudolf Noelte, die ihn ans Residenztheater nach München holten. "Der Brandner Kasper und das ewige Leben" war sein populärstes Stück, das Regisseur Kurt Wilhelm 1975 auch fürs Fernsehen inszenierte. Bereits 1976 hatte Bierbichler in Werner Herzogs Kinofilm "Herz aus Glas" vor der Kamera gestanden, 1979 folgte "Woyzeck" (1979) mit Klaus Kinski, 1981 Rainer Erlers köstliche Satire "Mein Freund, der Scheich". Regisseur Herbert Achternbusch, mit dem Bierbichler viele Jahre befreundet war und die zeitweise auch unter einem Dach wohnten, verpflichtete ihn ständig für seine Filme: nach "Herz aus Glas", für den Achternbusch das Drehbuch schrieb, folgten "Der Atlantikschwimmer" (1976), "Servus Bayern", "Bierkampf" (beide 1977), "Der junge Mönch" (1978), Der Komantsche" (1980), "Der Neger Erwin" (1981), "Das Gespenst", "Die Olympiasiegerin" (beide 1983), "Wanderkrebs", Rita Ritter" (beide 1984), "Heilt Hitler" (1986), "Wohin?" (1988), "Mix Wix" (1989), "Picasso in München" (1997) und "Neue Freiheit, keine Jobs" (1998).

Auch mit Deutschlands Regiehoffnung Tom Tyker hat Bierbichler bereits 1994 "Die tödliche Maria" gedreht, 1997 sah man ihn auch in Tykwers "Winterschläfer". 2000 stand Bierbichler mit Juliette Binoche für Michael Hanekes Drama "Code: Unbekannt" und mit Monica Bleibtreu in "Abschied - Brechts letzter Sommer" vor der Kamera. 2001 folgten der Kinderfilm "Heidi", der Krimi "Ein Dorf sucht seinen Mörder", 2003 eine Rolle an der Seite von Heino Ferch in "Das Konto", er spielte in "Polterabend" sowie in dem Kinodrama "Hierankl". 2004 sah man Bierbichler in dem Drama "Außer Kontrolle", 2006 in "Winterreise", 2007 folgte die Literaturverfilmung "Ohne einander" und 2008 widmete ihm Regisseurin Bettina Schilling das sehenswerte Porträt "Bierbichler". Als Künstler mit schwierigen familiären Verhältnissen sah man den Schauspieler schließlich 2008 in Caroline Links Drama "Im Winter ein Jahr".

Doch auch der Theaterbühne blieb Josef Bierbichler erhalten, so spielte er in München, Hamburg, Wien, Berlin, Bochum, Ludwigsburg und Rez. Zwischendurch war er auch immer wieder im TV zu sehen, etwa als Jagdaufseher in "Tatort - Schüsse in der Schonzeit" (1977), in "Mitten ins Herz" (1983) von Doris Dörrie, an der Seite von Anica Dobra in Jo Baiers "Wildfeuer" (1990), mit Alexander Schalck-Golodkowski in der Politsatire "Dicke Freunde" (1995), und als mächtiger Baupolitiker in "Freier Fall" (1996). 1987 schrieb, spielte und inszenierte Bierbichler den Film "Triumph der Gerechten".

Weitere Filme mit Josef Bierbichler: "Sieben Erzählungen aus der Vorgeschichte der Menschheit" (1975), "Wie würden sie entscheiden?" (TV-Serie), "Der harte Handel" (beide 1977), "Zeit zum Aufstehn" (TV-Mehrteiler), "Das zweite Erwachen der Christa Klages" (ungenannt), "Max & Sandy" (alle 1978), "Schaut her - und seht die Anmut meiner Hände" (1980), "Kampftag", "Die Kondor" (beide 1982), "Der Theatermacher", "Wilhelm Tell" (beide 1990), "Der unsichtbare Freund", "Hamburger Gift" (beide 1992), "Hot Dogs" (Stimme), "Hans Eppendorfer: Suche nach Liebe" (beide 1998), "Hamlet X" (2003), "Ein flüchtiger Moment", "Der Architekt", "Achternbusch", "Der Knochenmann" (alle 2008), "Der Knochenmann", "Das weiße Band", "Deutschland 09", "Das weiße Band" (alle 2009), "Brand" (2010), "Verbrechen nach Ferdinand von Schirach - Fähner" (Serie), "Exit Marrakech" (beide 2013).


Zur Filmografie von Josef Bierbichler
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