Die Münchner Journalistin Ellen und der erfolgreiche Schriftsteller Sylvio führen eine moderne, offene Ehe. Ellen hat einen Liebhaber, den weltmännischen Industriellen Ernest, der sie heute zum ersten Mal in der Villa der Familie am Starnberger See besuchen will. Ernest, der schon lange mit einer anderen Frau zusammen ist, will bei dieser Gelegenheit endlich mit Ellen Schluss machen. Doch die sitzt in der Redaktion fest, weil sie einen Artikel schreiben muss. Telefonisch bittet sie Tochter Sylvi, den widerspenstigen Vater zum Gehen zu bewegen und Ernest bis zu ihrem Eintreffen zu beschäftigen. Sylvio jedoch, dessen täglicher Alkoholkonsum bereits Wirkung zeigt, weicht nicht. Sylvi ist restlos überfordert. Sie weiß sich nicht anders zu helfen, als Ernest zum familieneigenen Bootshaus zu locken. Als Ellen endlich eintrifft, ist eine Katastrophe geschehen - und die Frage, wie die einzelnen Familienmitglieder zueinander stehen, stellt sich radikal neu...

Regisseur Diethard Klante wollte hier den gleichnamigen Roman von Martin Walser offensichtlich als tragikomisches modernes Familien-Drama und hellsichtige Momentaufnahme deutscher Gesellschaft inszenieren, herausgekommen ist leider nur eine verquaste Soße. Erzählt wird von 24 Stunden im Leben einer Familie, wobei das Ganze reichlich unwahrscheinlich daherkommt. Grundsätzlich muss sich Klante den Vorwurf gefallen lassen, dass er zu sehr auf die Themen Sex und Alkohol abhebt und dabei die Vertiefung der oberflächlich gezeichneten Charaktere vernachlässigt. Da hilft es auch nichts, dass die Hauptdartstellerin die Tochter des Autors ist.