Die Wiener Familienrichterin Sabine (Elisabeth Lanz) kehrt anlässlich eines Klassentreffens in ihr Heimatdorf zurück. Als dort die Tochter ihrer Jugendliebe Leonhardt spurlos verschwindet, kommen unschöne Kindheitserinnerungen bei Sabine hoch: Sie war Opfer des pädophilen Studienrats Dr. Körbler ...

Regisseur Holger Barthel, in den letzten Jahren eher Spezialist für leichtere Unterhaltung - man denke etwa an seine zahlreichen "Lilly Schönauer"-Verfilmungen, inszenierte ein Werk, das zunächst wie eine Schmonzette beginnt, dann eine Kriminalgeschichte vermuten lässt, um schließlich in einer bösen Vergangenheitsbewältigung zu enden. Drehbuchautor Ivo Schneider ("Adam und Eva") verarbeitete den 2006 erschienenen, gleichnamigen Roman der österreichischen Autorin Lisa Lercher zu einem abgründigen Mix aus Drama und Provinzkrimi. Stark: Peter Weck als Pädophiler und Elisabeth Lanz als Richterin. Die aus dem österreichischen Gmunden stammende TV-Darstellerin dürfte Zuschauern aus Serien wie "Alle meine Töchter", "Samt und Seide" und "Tierärztin Dr. Mertens" bekannt sein.