Eine Zukunftsvision: Nach zahllosen Natur- und menschengemachten Katastrophen ist die Erde unbewohnbar. Von seiner Höhle aus verfolgt Daniel, ein menschlicher Klon in der 25. Generation, anhand von alten Aufzeichnungen das Leben seiner Vorfahren. Um ein "Liebe" genanntes Phänomen zu verstehen, von dem seine Vorfahren berichten, beschließt Daniel, die Welt außerhalb seiner Höhle zu erkunden ...

Bestseller-Autor Michel Houellebecq ("Elementarteilchen") gilt als einer der umstrittensten und provokantesten zeitgenössischen französischen Schriftsteller. Mit dieser freien Verfilmung seines 2005 erschienenen Romans "La possibilité d'une île" gab der Autor nach einigen Kurzfilmen und einer Dokumentation 2008 sein Debüt als Kinofilm-Regisseur. In Zusammenarbeit mit dem WDR und der Filmstiftung NRW entstanden, blieb Houellebecqs Werk aber weit hinter den Erwartungen zurück und fand nach der Premiere auf dem Filmfest in Locarno hierzulande keinen Verleih. Die Dialog arme Zukunftsvision weiß zwar mit einigen sehenswerten Kameraeinstellungen zu überzeugen, doch "DIe Möglichkeit einer Insel" ist vor allem eines: schwer zugängliche Kinokost eines Provokateurs.

Foto: WDR/Reinier van Brummeleen