Eine klirrende Vollmondnacht: Ein paar Männer haben sich zur Eisweinlese zusammengefunden, Landgendarm Simon Polt darunter. Im einsam gelegenen Presshaus von Karl Fürnkranz, einem renommierten Weinhauer, machen sie dann eine grausige Entdeckung: In den Rebensaft, der aus der alten Weinpresse rinnt, mischt sich Blut. Polts eigenwillige Nachforschungen, die dem neuen Postenkommandanten zuwider sind, führen ihn ins Rotlichtmilieu jenseits der tschechischen Grenze und kosten, in gewissem Sinn, einem alten Freund das Leben. Zum Schluss scheint Polt mitansehen zu müssen, wie den moralisch wahrhaft Schuldigen an einem Todesfall die gerechte Strafe nicht ereilt. Sein Wertesystem gerät in Unordnung. Polt stellt sich die Frage: "Gibt es ein Leben außerhalb der Gendarmerie?"

"Polterabend" ist kein Krimi im klassischen Sinne, sondern vielmehr eine leise und liebevolle, aber dennoch schonungslose Milieustudie einer Weinbauregion und ihrer Menschen. Für die Rolle des Karl Fürnkranz konnte Regisseur Julian Pölsler mit Josef Bierbichler erneut einer der großen Stars des deutschen Theaters gewinnen. Pölsler filmte hier den vierten "Polt"-Roman von Alfred Komarek, der auch die literarischen Vorlagen zu den Vorläufern "Polt muss weinen", "Blumen für Polt" und "Himmel, Polt und Hölle" schrieb.