Über 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 40 Jahre nach dem studentischen Aufbruch 1968, 30 Jahre nach dem "Deutschen Herbst" 1977, 20 Jahre nach dem Fall der deutsch-deutschen Grenze 1989 und mitten im gesellschaftlichen Umbruch der "Agenda 2010" auf dem Weg in die globalisierte Welt des 21. Jahrhunderts, findet sich eine Gruppe von Kino-Regisseurinnen und -Regisseuren aus Deutschland zusammen, um aus ihren individuellen Blickwinkeln ein Panoramabild der gesellschaftlichen und politischen Situation der heutigen Bundesrepublik zusammenzusetzen.

Im Herbst 2007 kam Filmemacher Tom Tykwer in einem Gespräch mit NDR-Redakteuren auf die Idee, eine Sammlung von Kurzfilmen zur Lage der Nation zu einem Episodenfilm zusammenzufassen. Ähnlich angelegt wie das Dokumentarspiel "Deutschland im Herbst", in dem neun Regisseure zu den Ereignissen des Oktobers 1977 sehr persönlich Stellung nahmen, werden auch hier in dreizehn qualitativ mal mehr mal weniger gelungenen Kurzfilmen aktuelle politische wie gesellschaftliche Fragestellungen angesprochen.